Tonari no Totoro - Zusammenfassung der Handlung

Laufzeit der Haupt-DVD: ca. 86 min.

Die Familie Kusakabe hat ein Haus mit einem großen Grundstück auf dem Land gekauft und zieht nun gerade ein. Herr Kusakabe hat alle Möbel und seine Kinder auf einen Lieferwagen gepackt. Satsuki und Mei finden das alles wahnsinnig spannend, und die Gegend und ihr neues Zuhause gefallen ihnen sehr gut. Das ist auch kein Wunder, denn die Landschaft ist wirklich idyllisch, und es herrscht strahlender Sonnenschein.

Satsuki und Mei

Nicht weit von ihrem neuen Haus wächst ein riesiger Kampfer-Baum, und im Haus finden die Mädchen ein paar Eicheln, die dort wie aus dem Nichts aufgetaucht sind. Als nächstes ist die Küche dran. Als Satsuki die Tür aufschließt, schreckt sie eine riesen Menge Dust-Bunnies auf, die sich sofort in den hintersten Winkel verziehen. Die Mädchen fragen sich, was das wohl gewesen sein mag und machen sich mit lautem Gebrüll Mut. Hinter der Küche ist das Bad, aber dort sind die Dust-Bunnies schon verschwunden.

Als nächstes sehen die Mädchen sich auf dem Dachboden um und verscheuchen auch dort die Dust-Bunnies. Mei fängt sogar eins, doch als sie es Satsuki zeigen will, hat sie nur noch Staub zwischen den Händen.

Dafür treffen die beiden eine alte Frau aus der Nachbarschaft (Obaa-chan genannt), die ihrem Vater beim Einziehen und Saubermachen hilft. Satsuki und Mei erzählen ihr von den Dust-Bunnies und sie antwortet, als kleines Mädchen habe sie sie auch sehen können. Sie lebten in leeren Häusern, würden diese aber heimlich verlassen, wenn wieder Menschen einzögen.

Mei und Dust Bunnies

Während die Erwachsenen die Möbel einräumen, helfen die Kinder nun beim Putzen. Zwischendurch erscheint auch Obaa-chans Enkel Kanta und liefert etwas zu Essen ab. Gegenüber Satsuki ist er ziemlich schüchtern und verschwindet gleich wieder.

*

Am Abend kommt starker Wind auf, aber die Familie steigt zusammen ins heiße Bad, um den erfolgreichen Einzug zu feiern. Mit lautem Lachen vertreiben sie die verbliebenen Geister. Und die Dust-Bunnies fliegen davon, in die Nacht hinaus.

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Am nächsten Tag schwingen die drei sich aufs Fahrrad und fahren zur Shichikoku-Yama-Klinik, in der Satsukis und Meis Mutter liegt. Der Weg ist recht weit und geht über Reisfelder und dazwischen liegende Wäldchen.

Welche Krankheit die Mutter hat, wird nicht näher erwähnt. Auf jeden Fall geht es ihr recht gut, und sie freut sich riesig über den Besuch ihrer Familie. Satsuki und Mei erzählen ihr von den Geistern, die in ihrem neuen Haus leben, und sie versichert ihnen, daß sie sie auch gerne mal sehen würde.

Satsuki und ihre Mutter

Der Arzt teilt Herrn Kusakabe mit, daß seine Frau wohl bald entlassen werden könne.

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Am nächsten Morgen muß Satsuki in die Schule. Ihre Klassenkameradin und neue Freundin Michiko holt sie ab. Herr Kusakabe zieht sich in sein Studierzimmer zurück, und Mei spielt draußen und pflückt Blumen. Und dabei sieht sie zum ersten Mal ein Totoro, und zwar den kleinen, der nichts böses ahnend durch die Gegend trippelt.

Als der kleine Totoro bemerkt, daß Mei hinter ihm her ist, macht er sich unsichtbar, aber das kann er anscheinend nur für kurze Zeit durchhalten, so daß Mei ihm folgen kann. Dem kleinen gesellt sich dann noch der mittlere Totoro hinzu. Mei ist natürlich völlig fasziniert, schlüpft hinter ihnen durch das Unterholz und landet schließlich vor dem riesigen Baum. Zwischen dessen Wurzeln ist ein Spalt. Mei fällt hinein und landet in der Höhle, wo alle drei Totoros wohnen.

Mei und der kleine Totoro

Der große Totoro ist wirklich riesig, aber Mei hat kein bißchen Angst, sondern klettert auf seinen Bauch und streichelt sein flauschiges Fell. Das gefällt ihm sehr gut, und bald darauf schlafen beide friedlich ein.

Als Satsuki aus der Schule zurückkommt, ist Mei nicht da. Zusammen mit ihrem Vater macht sie sich auf die Suche. Die beiden finden sie schließlich schlafend im Unterholz. Nachdem sie sie aufgeweckt haben, erzählt Mei ganz begeistert von dem Totoro, und will ihnen auch die Höhle zeigen. Doch die ist nicht mehr da. Herr Kusakabe meint, sie hätte den König des Waldes gesehen, aber den könnte man nur wiederfinden, wenn er es wollte.

Er erklärt seinen Töchtern dann, daß er wegen dieses riesigen Baumes das Haus gekauft habe. Dann bedankt er sich (bei dem Baum oder dem Totoro, der darin wohnt) für das, was er für Mei getan hat.

Am Abend schreibt Satsuki ihrer Mutter einen Brief, was sie und Mei alles erlebt haben. Und in der Nacht sitzen die Totoros auf dem Baum und sehen hinaus in das Land.

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Am nächsten Tag liefert Satsuki Mei bei Obaa-chan ab, weil sie in die Schule muß und ihr Vater in die Uni. Mei hält es dort aber nicht lange aus und läßt sich schließlich bei Satsuki in der Schule abliefern. Als sie dann zwischen Satsuki und Michiko auf der Schulbank sitzen darf, ist die Welt wieder in Ordnung. Und während die anderen Kanji üben, malt sie einen Totoro.

Nach der Schule fängt es an, in Strömen zu regnen. Satsuki und Mei werden völlig durchnäßt und stellen sich schließlich bei einem Feld-Altar unter. Kanta kommt zufällig vorbei und leiht ihnen seinen Schirm, was allerdings zur Folge hat, daß nun er naß wird. Wie es aussieht, mag er Satsuki, hat allerdings ziemliche Schwierigkeiten, das zu zeigen. Dafür wird er zuhause von seiner Mutter ausgeschimpft, weil er naß und schirm-los zurückgekommen ist.

Satsuki und Mei stellen fest, daß auch ihr Vater ohne Schirm unterwegs ist und beschließen, an der Bushaltestelle auf ihn zu warten, ausgestattet mit ihren und seinem Schirm und dem von Kanta, den sie unterwegs bei Kantas Mutter zurückgeben.

Der Bus kommt, aber Herr Kusakabe ist nicht drin. Also müssen sie auf den nächsten warten. Mei wird langsam ungeduldig und dann müde. Außerdem wird es dunkel, und es regnet immer noch. Schließlich nimmt Satsuki Mei auf den Rücken, wo sie einschläft.

Satsuki, Mei und Totoro

Und plötzlich steht neben Satsuki Totoro, der auch auf den Bus wartet. Wegen des Regens hat er ein Blatt auf dem Kopf, das aber nicht viel von dem Wasser abhält. Zuerst fürchtet Satsuki sich, denn der Totoro ist nicht gerade klein. Aber er ist vollkommen harmlos, und außerdem hat Mei ja schon mit ihm gespielt.

Weil dem Totoro ständig das Wasser auf die Nase tropft, gibt Satsuki ihm den Schirm, den sie eigentlich für ihren Vater mitgenommen hat. Totoro hat sowas noch nie gesehen und ist ziemlich angetan. Vor allem davon, wie die großen Wassertropfen von den Blättern der Bäume so schön auf den Stoff trommeln. Um noch mehr davon herunterzuschütteln, stampft er kräftig auf den Boden, was einen wahren Schauer auslöst und auch Mei aufweckt.

Und dann kommt der Bus, allerdings nicht der für Menschen, sondern der Katzenbus für die Waldgeister. Totoro gibt Mei und Satsuki ein Geschenk, dann steigt er ein, und weg ist er.

der Katzenbus

Und dann kommt endlich der "normale" Bus mit Herrn Kusakabe. Er hat sich verspätet, weil seine Eisenbahn zu spät gekommen ist (passiert in Japan eigentlich sehr selten).

Es hat inzwischen zu regnen aufgehört, und die drei gehen nach Hause. Natürlich erzählen die Mädchen ihrem Vater von Totoro und dem tollen Katzenbus, den sie gesehen haben.

*

In dem Geschenk waren Samen, und die pflanzen Satsuki und Mei gleich am nächsten Tag ein. Und nun sitzt Mei ständig vor dem kleinen Feld und wartet darauf, daß die Samen endlich keimen und wachsen. Aber das dauert halt.

Doch eines Nachts beschließen die drei Totoros, die Sache etwas zu beschleunigen. Sie erscheinen vor dem Feld und führen einen seltsamen Tanz auf. Satsuki und Mei wachen auf und laufen auch zu dem Feld hinaus. Zusammen mit den Totoros bringen sie die Pflänzchen schließlich hervor, doch damit hört es nicht auf, sondern es wächst ein riesiger Baum in den nächtlichen Himmel.

Der große Totoro holt nun einen Kreisel heraus und läßt ihn rotieren. Dann stellt er sich darauf. Die beiden kleinen Totoros springen auf seine Brust, und Mei und Satsuki schließen sich ihnen an. Mit Händen und Füßen halten sie sich in seinem Fell fest, und dann fliegen sie alle hoch hinaus bis zum Gipfel des Baumes.

das Samenfeld

Totoro hat immer noch Satsukis Schirm und vollführt auf dem Kreisel einen abenteuerlichen Flug, den er mit lautem Brüllen untermalt. Die Mädchen sind begeistert und brüllen auch mit.

*

Am nächsten Tag ist der neue Baum wieder weg, aber die Samen haben ausgekeimt.

Später sind sie bei Obaa-chan auf dem Feld und essen das Gemüse, das sie dort zieht, als ein Telegramm von der Klinik abgeliefert wird, das für viel Unruhe sorgt. Eigentlich hätte Frau Kusakabe nämlich an diesem Wochenende nach Hause kommen sollen, aber in dem Telegramm heißt es, Herr Kusakabe solle umgehend die Klinik kontaktieren. Alle sind äußerst beunruhigt und stellen sich die schrecklichsten Dinge vor.

Satsuki läuft sofort ins Dorf, wo es ein Telefon gibt, und ruft ihren Vater in der Universität an. Der wiederum ruft die Klinik an, und die Sache stellt sich als relativ harmlos heraus. Mei hat sich aber inzwischen in den Kopf gesetzt, ihrer Mutter Obaa-chans Gemüse zu bringen, damit sie davon gesund wird und endlich nach Hause kommen kann. Gesagt hat sie davon aber keinem was, und so ist sie einfach weg, und geht eine große Suche los.

Kanta, Satsuki und Obaa-chan

Satsuki vermutet schon, was Mei vorhat, aber zur Klinik sind es drei Stunden zu Fuß. Die Suche, an der sich alle im Dorf beteiligen, geht den ganzen Tag. Irgendwann fischen sie einen Schuh aus einem Teich und glauben schon, Mei sei ertrunken, aber der Schuh gehört ihr zum Glück gar nicht.

Satsuki ist natürlich auch die ganze Zeit auf den Beinen. Am Abend ist sie völlig erschöpft. Da fällt ihr als letztes ein, Totoro um Hilfe zu bitten. Sie kriecht durch das Unterholz, stolpert über eine Wurzel und fällt hinab in Totoros Höhle, wo sie genau auf seinem Bauch landet.

Totoro wacht auf. Satsuki klagt ihm ihr leid. Totoro grinst sie zuversichtlich an und bekommt dabei ganz rote Bäckchen. Dann beginnt er zu brüllen. Damit ruft er den Katzenbus herbei. Die Haltestelle ist ganz oben auf dem riesigen Kampfer-Baum. Der Katzenbus kommt, stellt sein Schild auf "Mei" (in dieser Form wird er in japanischen Spielzeugläden immer verkauft), läßt Satsuki einsteigen, und dann geht's im Sausewind durch die abendliche Landschaft.

Abschied vom Katzenbus

Niemand kann den Katzenbus sehen. Für die Bauern, an denen er vorbeifegt, wirkt es wie ein plötzlicher Windstoß. Es geht quer über die Felder und durch die Wälder, deren Bäume sich vor ihm zur Seite neigen.

Kurz darauf hat er Mei erreicht. Satsuki ist überglücklich, und Mei natürlich auch, denn sie hatte sich hoffnungslos verlaufen. Und nun geht es weiter zur Klinik. Heimlich legt Mei den Maiskolben vor das Fenster ihrer Mutter. Ihr Vater ist auch gerade da und stellt fest, daß es seiner Frau besser geht als gedacht.

Für einen Moment glauben die Erwachsenen, ihre Töchter lachen zu hören, doch die sitzen schon wieder im Katzenbus auf dem Weg nach Hause.


Erstellt am 31.3.2002. Letzte Änderung: 20.2.2014