Shingetsutan Tsukihime

Shingetsutan Tsukihime

Der Name dieses Animes ist eine künstliche Konstruktion, deren Einzelteile sich etwa so übersetzen: "wahr Mond Erzählung Mond Prinzessin". Der englische Titel "Lunar Legend Tsukihime" trifft es also ganz gut.

Es geht dabei um einen Jungen namens Toono Shiki, der vor 8 Jahren sein Gedächtnis verlor, angeblich bei einem Autounfall, und seitdem bei Pflegeeltern lebte. Die Geschichte beginnt damit, daß er nach dem Tod seines echten Vaters in sein Elternhaus zurückkehrt, in dem nur noch seine Schwester Akiha mit ihren zwei Dienerinnen lebt.

Alles in Shikis Leben ist seltsam, unheimlich und irgendwie verzerrt. Er sieht überall rote Linien, mit denen er alles Mögliche, Lebewesen ebenso wie Gegenstände, ganz leicht zerstören kann. Eine Hexe gab ihm eine Brille, mit der er diese Linien nicht mehr sehen muß, solange er sie trägt. Über Shikis Elternhaus und seiner Familie schwebt ein Geheimnis, von der er (und wir) erst am Ende erfahren, wie schaurig es ist. Dann ist da noch die schöne Vampirfrau Arukueido, die Shiki in kleine Stückchen schneidet, die dann wieder lebendig wird und mit ihm zusammen andere Vampire jagt. Und natürlich fehlt auch nicht die übliche Peripherie, zum Beispiel Shikis Klassenkameraden, die von nichts ahnen und sich nur Fragen, warum Shiki immer so komisch ist, sowie eine Vampirjägerin, die Arukueido schon sehr lange zu kennen scheint.

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Erschienen ist dieses Anime in diversen westlichen Fassungen auf DVD.

Fazit

"Tsukihime" hat mir leider nicht so besonders gefallen. Die eigentliche Handlung ist recht dünn und wird dadurch gestreckt, daß sie sehr langsam vorangeht. Es gibt jede Menge Geheimnisse, die aber alle am Ende gelüftet werden und sich als zwar schaurig, aber wenig originell erweisen. Ansonsten passiert nicht viel, ein bißchen Schul-Story, ein bißchen Eifersucht, ein paar müde Kämpfe gegen Vampire und ähnliche Kreaturen, und ein Junge, der sein Gedächtnis verloren hat. Nichts davon ist neu oder besonders ideenreich, weder die Geschichte selbst, noch ihre Umsetzung. Auch die Animationsqualität ist eher dürftig. Schade, daraus hätte man sehr viel mehr machen können, wie Kara no Kyoukai beweist, das ebenfalls von TYPE-MOON ist.

Das beste an diesem Anime ist die Parodie Carnival Phantasm.


Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12


Arukueido Brünnstatt - die Vampir-Elfe ist die einzige in diesem Anime, die Shiki nicht die Hucke voll lügt, sondern ihm ziemlich klar alles sagt, was ihr so durch den Kopf geht. Zum Beispiel, daß sie ihn liebt. Und das, obwohl er sie schon mal umgebracht hat. In Folge 2 beschreibt sie dem entsetzen Shiki haargenau, wie er das gemacht hat - eine interessante Lektion in japanischen Anatomie-Vokabeln Arukueido Brünnstatt Nabatame Hitomi
Toono Shiki - vor 8 Jahren ist ihm etwas Schreckliches zugestoßen, das man ihm später als Autounfall verkaufte, bei dem er sein Gedächtnis verlor. Er lebte dann bei Pflege-Eltern, kehrte nach dem Tod seines Vaters aber in sein eigentliches Zuhause zurück und versucht nun herauszufinden, was eigentlich los ist. Denn es geschehen immerzu seltsame und unheimliche Sachen, mit denen er aber nichts anfangen kann. Außerdem sieht er seit seinem Umfall überall seltsame Linien, die Zeichen des Todes. Diese Fähigkeit erweist sich immerhin als äußerst effektive Waffe Toono Shiki Suzumura Ken'ichi
als Kind: Nemoto Keiko
Toono Akiha - Shikis Schwester hütet, wie könnte es auch anders sein, ein finsteres Geheimnis, oder eigentlich sogar mehrere, die sie unter allen Umständen vor Shiki verbergen will, was ihr am Ende natürlich nicht gelingt Toono Akiha Itou Shizuka
Ciel - nach außen ist sie Shikis Sempai an der Schule, in Wirklichkeit aber arbeitet sie für die Kirche und jagt Vampire und Roa. Da die Kirche in diesem Anime aber ansonsten nie erwähnt wird, ist ihre Rolle ziemlich unmotiviert. Ihre Daseinsberechtigung erfährt sie dadurch, daß sie Shiki ein paarmal das Leben rettet und Arukueido nicht leiden kann Ciel Orikasa Fumiko
Hisui - sie und Kohaku arbeiten schon seit vielen Jahren für die Toono-Familie und übernehmen dort auch ungewöhnliche Pflichten Hisui Kakazu Yumi
Kohaku - Hisuis Zwillingsschwester. Sie ist vor allem fürs Kochen zuständig, während Hisui sich ums Putzen und Waschen kümmert Kohaku Ueda Kana
Roa - er ist ein Dämon, der vor vielen Jahrhunderten die weiße Prinzessin verführte und vergiftete. Seitdem jagt sie ihn. Wenn sie ihn getötet hat, schläft sie wieder, und er re-inkarniert sich in einem neuen Körper, sodaß die Jagd wieder vor vorne losgehen kann. 18 mal ist das schon geschehen. Einmal steckte er in Ciel, diesmal in Shikis Stiefbruder Shiki(2) Roa Yoshino Hiroyuki
als Kind: Honda Takako
Inui Arihiko - Shikis Klassenkamerad ist ein fröhlicher, unbeschwerter Typ, der mit Vampiren und ähnlichen Kreaturen, mit denen Shiki ständig Umgang hat, überhaupt nichts am Hut hat Inui Arihiko Sakurai Takahiro
Yumitsuka Satsuki - sie geht in Shikis Klasse und ist in ihn verliebt. Daß Shiki sich meistens mit Arukueido sehen läßt, irritiert sie, aber sie unternimmt nichts dagegen Yumitsuka Satsuki Tanaka Kaori
Nero Chaos - eins der Monster, gegen die Shiki und Arukueido kämpfen müssen. Er gehört zu den Shinto, den blutsaugenden Vampiren Nero Chaos Miyake Kenta
Aozaki Aoko - sie ist eine Hexe, die Shiki nach seinem Unfall eine Brille gab, mit der er die Linien des Todes nicht mehr sehen muß Aozaki Aoko Kimura Akiko
Toono Makihisa - Shikis und Akihas Vater. Eigentlich ist er schon tot und kommt nur in einigen Rückblenden vor. Und man kann sicher nicht sagen, daß er ein guter Mensch gewesen ist Toono Makihisa Arimoto Kinryuu

Daten: Regie: Sakurabi Katsushi Design: Takeuchi Takashi, Nasu Kinoko (TYPE MOON) Erscheinungsjahr: 2003
Bewertung Animation:
Framerate: mittel Animationsqualität insgesamt: mittel Zeichenqualität: mittel (soweit man das bei diesem Fansub sehen kann) Character-Design: konventionell
Bewertung sonstiges: Handlung: keiner redet mit dem anderen und wenn, dann erzählen sie sich nur Lügen Besonderheit: ziemlich viele Ampeln Musik: gut
Japanische Synchronstimmen: gut Fansub von AnimeONE: gut Gesamt-Beurteilung: mittel

Erstellt am 17.6.2012. Letzte Änderung: 10.2.2013