Utakata - Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 12

Teil 1 - An Early Suumer's Chance Meeting

Die Geschichte fängt an mit ihrem Ende. Es ist Herbst und Ichika denkt zurück an diesen unvergeßlichen Sommer und das Mädchen, das an seinem Ende mit ihm verschwunden ist.

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Ichika hat einen seltsamen Traum, in dem aus dem Meer ein geheimnisvolles Mädchen zu ihr kommt und ihr etwas sagt, an das sie sich nach dem Aufwachen aber nicht mehr erinnert.

Es ist der letzte Schultag der 2. Klasse Mittelschule an der Kamakura Mädchenschule. Auf dem Weg begegnet Ichika den Zwillingen Kai und Sei, die ihr ab und zu Nachhilfeunterricht geben. Sie mag die beiden sehr gerne. Von Sei hat sie vor kurzem ein Amulett geschenkt bekommen, das sie nun ständig mit sich herumträgt. Zu ihrer Überraschung meint Sei, als sie es ihm zeigt, wenn es ihr lästig werde, dürfe sie es ruhig wegwerfen. Was ihr heimlicher Schwarm damit meint, das wird ihr allerdings erst viel später klar.

Manatsu

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Am letzten Schultag ist kein Unterricht mehr, aber die Mädchen müssen die Schule nochmal gründlich durchputzen. (Das könnte deutschen Schülern übrigens auch nicht schaden.) Ichika und ihre drei engsten Freundinnen Keiko, Michiru und Satsuki werden für ein altes Nebengebäude eingeteilt, das nicht mehr benutzt wird. Angeblich spukt es dort, und die Mädchen ziehen sich gegenseitig mit Geistergeschichten auf.

Ohne es zu wissen, trifft die Hexe Saya inzwischen ihre Vorbereitungen. Es steht ein neuer Test an. Für einen Moment erscheint daraufhin Manatsu, das Mädchen aus Ichikas Traum, im Spiegel, als Ichika diesen gerade putzt.

Viel Zeit zum sich Fürchten bleibt ihr aber nicht, denn die Lehrerin holt die vier zur Abschlußzeremonie. Danach werden die Zeugnisse verteilt, und dann sind endlich Sommerferien. Die Mädchen gehen ins Café und beratschlagen, was sie in den Ferien machen wollen.

Beim Verabschieden stellt Manatsu fest, daß sie ihr Handy und Seis Amulett verloren hat. Und zwar in dem unheimlichen Gebäude, das sie vorhin geputzt haben. Das Handy könnte sie zur Not abschreiben, aber dem Amulett fühlt sie sich stark verpflichtet, weil es ein persönliches Geschenk von Sei ist. Also muß sie wohl oder übel noch einmal zurück und es suchen.

Es wird schon langsam dunkel, und Ichika fürchtet sich ganz schön. Zu Recht. Sie sieht ihr Handy mit dem Amulett, aber nur im Spiegel. Auf ihrer Seite existiert es nicht.

Wie kommt sie nun an es heran?

Da erscheint Manatsu, hebt es auf und kommt durch den Spiegel zu ihr auf die andere Seite, in die reale Welt sozusagen.

Und dabei verändert sich das Amulett. Es enthält 12 Steine, und die haben nun Farben angenommen. Darüber regt sich Ichika viel mehr auf als über dieses unheimliche Mädchen aus dem Spiegel. Doch Manatsu beruhigt sie. Einer der Steine beginnt plötzlich zu leuchten, und es erscheint ein riesiges Wesen, ein Dschin. Es ist der Dschin der Sonne, und er nimmt die beiden Mädchen auf eine kurze, aber äußerst beeindruckende Reise über Kamakura mit.

Und als Manatsu und Ichika wieder unten sind, da hat der erste Stein seine ursprüngliche Farbe (oder eigentlich Farblosigkeit) wieder.

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Manatsu erklärt Ichika, sie sei eine Art außerirdische Touristin. Ichika bekommt ihr Amulett wieder, wenn sie dafür Manatsus Sommerferien-Hausaufgaben macht, nämlich aufzuschreiben, was sie bei dem Dschin erlebt und gefühlt hat. Allerdings nicht nur bei diesem. Manatsu erklärt nämlich, daß sie die gesamten Sommerferien bei Ichika bleiben wird. Und es gibt 12 Steine!

Seltsamerweise haben Ichikas Eltern nichts dagegen. Ichika stellt ihnen Manatsu als ausländische Brieffreundin vor, und so darf sie bei ihr wohnen, als wäre sie ihre Schwester.

Teil 2 - The Neighboring Night Sky

Ichika ist immer noch perplex, daß ihre Eltern Manatsu so einfach aufgenommen haben, als wäre es das normalste der Welt. Und so leben die beiden nun zusammen im Haus der Tachibanas.

Manatsu erklärt, Ichikas Amulett sei sehr wichtig, und sie müßten es wieder in seinen alten Zustand versetzen. Also muß Ichika noch 11 weitere Dschins herbeirufen.

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Manatsu bei Ichika

Am nächsten Morgen weckt Ichika Manatsu schon vor 6 Uhr. Sie nimmt sie dann zur Radio-Gymnastik mit (was auch immer das genau sein mag). Kurz darauf trudelt auch noch ihre Bekannte Maki ein, aber sie ist noch zu müde, um sich am frühen Morgen so anzustrengen. Maki hat ihren Typen dabei, zumindest glaubt er selbst, daß er das ist. Ryou ist sein Name, aber Maki scheint ihn bei weitem nicht so zu mögen wie er sich selbst. Ryou baggert dann auch umgehend Ichika an, und Manatsu wundert sich, daß sie ihm ohne weiteres ihre EMail-Adresse gibt.

Später, auf dem Nachhauseweg, begegnen Ichika und Manatsu der Hexe Saya. Ichika, die natürlich nicht weiß, wer sie in Wirklichkeit ist, ist von ihrer Schönheit und Eleganz begeistert und freut sich immer, wenn sie sie sieht. Zufälligerweise wohnt Saya auch gleich um die Ecke.

Später tauchen Kai und Sei bei Ichika auf, um die Sommerferien zu planen. Ichika stellt sie und Manatsu einander vor. Sie erinnert sich, wie sie erst vor ein paar Tagen von Sei dieses Amulett bekommen hat, unter etwas ungewöhnlichen Umständen. Sie versprach Sei, es gut zu bewahren. Doch jetzt meint sie, daß sie dieses Versprechen bereits gebrochen habe.

Und diesem Vorgang schaut Saya von ihrer Wohnung aus ebenso heimlich wie interessiert zu.

Danach geht Ichika in die Bibliothek, um zu lernen. Manatsu ist bei ihr, wie immer, aber sie will nicht lernen und langweilt sich stattdessen.

Ichika bekommt eine EMails auf ihr Handy. Es ist Ryou, der sich mit ihr treffen will. Und schon ist er zur Stelle und schleppt Ichika ab. Um ein bißchen auf sie aufzupassen, geht Manatsu aber mit. Ryou ist ziemlich neugierig, und so muß Ichika einiges erfinden, was sie ihm über Manatsu erzählen kann. Dabei verabscheut sie Lügen und Lügner.

Als sie schließlich am Abend heimgehen will, läßt Ryou sie nicht gehen, und sie muß weglaufen. Doch Ryou klebt an ihr wie eine Klette und läßt sich nicht abschütteln.

Schließlich grabscht er nach ihrem Hemd und sie stürzt zu Boden. Genau in diesem Augenblick erscheint Maki. Die beiden geraten in heftigen Streit, und am Ende bleibt Ichika nichts anderes übrig als wegzulaufen und den zweiten Dschin zu aktivieren. Es ist der Dschin des Mondes, und sein Licht lockt Kai herbei, der mit dem rüpelhaften Ryou leicht fertig wird.

Doch kaum liegt er flach, stürzt voller Sorge Maki zu ihm hin. Darüber sind sie beide überrascht. Aber anscheinend mag Maki Ryou doch. Sie hatte anscheinend früher am Tag mit ihm Schluß gemacht, und eigentlich wollte Ryou Ichika dazu bringen, ihm zu helfen, wieder mit ihr zusammenzukommen. Und auf sehr seltsame Weise hat das sogar geklappt.

Teil 3 - Burning Hot Sandy Beach

Ichika geht mit ihren Freundinnen nach Yuigahama zum Strand. Ihr Vater leiht ihr sogar seine teure wasserfeste Uhr, damit sie am Abend nicht zu spät zurückkommt.

Es ist übrigens das erste Mal, daß Michiru, Keiko und Satsuki Manatsu begegnen. Und Michiru kommt Manatsu irgendwie seltsam vor - kein Wunder bei einem Mädchen, das aus einem Spiegel gekommen ist. Manatsus lockere und entspannte Art läßt sie aber alle schnell Freundschaft schließen.

Ichika, durch einen Dschin verwandelt

Ins Wasser geht Michiru aber nicht, weil sie das Salzwasser nicht verträgt. Ichika leistet ihr auf dem Handtuch Gesellschaft. Die anderen Mädchen toben dafür umso mehr im Meer herum.

Zum Mittagessen schlägt Satsuki vor, zu dem Standrestaurant zu gehen, wo ihr großer Bruder als Kellner arbeitet. Bei der Gelegenheit helfen sich auch gleich mal ein bißchen aus.

Die Hexe Saya ist auch in der Gegend und bereitet den nächsten Test vor. Eine wichtige Rolle darin spielt ein Mädchen namens Shimizu Nao (gesprochen von Kuwashima Houko), eine ehemalige Klassenkameradin von Ichika aus der Grundschule, die zufällig auch an diesem Tag mit ein paar Freunden am Strand ist.

Und so kommt es, daß sich später am Tag alle über den Weg laufen. Die Begegnung verläuft nicht sonderlich erfreulich. Nao mußte damals die Schule verlassen, weil ihre Familie umzog. Sie ist immer noch neidisch auf Ichika, weil sie in die Schule der Reichen gehen durfte und sie selbst nicht. Satsuki, die sich auch noch an Nao erinnert, meint sogar, sie wäre deswegen nicht an ihrer Schule aufgenommen worden, weil ihre Noten zu schlecht gewesen seien.

Nao geht dann noch mal schwimmen, und Saya sorgt dafür, daß sie ein bißchen untergeht. "Zufällig" ist Ichika gerade in der Nähe und zieht sie aus dem Wasser. Aber: dabei verliert sie die Uhr ihres Vaters, und die war verdammt teuer.

Nao erklärt sich bereit, den Verlust zu ersetzen, doch Ichika würde ihr gerne aus dieser Klemme helfen, und so tauchen alle an der infrage kommenden Stelle herum und suchen die Uhr.

Da sie sie aber nicht finden, bleibt Ichika nichts anderes übrig, als den nächsten Dschin um Hilfe zu bitten. Es wird eine anstrengende Tour, aber sie bekommt ihre Uhr zurück. Und die ganze Sache macht auch Nao ziemlich nachdenklich, sodaß sie sich schließlich am nächsten Tag schriftlich bei Ichika bedankt.

Teil 4 - Sudden Shower at the Lake Shore

Sei gibt Ichika Mathematik-Nachhilfe. Draußen balgen sich ein paar Köter, und Ichika erschrickt ganz gehörig. Sei meint dann auch noch, in dieser alten Stadt gebe es viele Gespenstergeschichten, und so glaubt Ichika, daß da womöglich ein Poltergeist umgehe. Weil es so schön ist, erschrickt Manatsu auch mit, aber das Klappern war dann doch nur ein Käfer draußen am Fenster.

*

Yuka, Manatsu, Ichika und Michiru

Am nächsten Tag macht die Schule eine Ferienexpedition, zu der Ichika auch Manatsu mitnimmt. Bereits im Bus haben die Mädchen viel Spaß mit Karaoke. Ichika fragt sich, was wohl passiert, wenn sie die Stadtgrenze überqueren. Wenn Manatsu ein Totengeist ist, sollte sie das nämlich gar nicht können. Aber anscheinend ist sie zumindest das nicht.

Draußen in der idyllischen Natur beziehen die Mädchen dann ihre Blockhäuser, die sie aber erst mal saubermachen müssen. Allerdings erwartet sie dort nicht nur frische Luft und schöne Landschaft, sondern auch eine echte Hexe, nämlich Saya.

Ichika, Michiru und Manatsu sind diesmal nicht mit Satsuki und Keiko zusammen, sondern mit Tomoko (gesprochen von Inokuchi Yuka) und Yukan (gesprochen von Saitou Chiwa).

Nach dem Putzen sammeln sich alle im Haupthaus, um dort ihren Studien nachzugehen, und die Lehrerin Hinata-sensei verknackt auch Manatsu dazu.

Danach haben die Mädchen Freizeit. Sie machen Sport, sehen sich die schöne Umgebung an oder treffen sich mit Jungen aus der Umgebung, die hier auf die Jagd gehen.

In der Nacht gibt es dann eine Mutprobe. Michiru und Ichika verkleiden sich als Geister. Frau Hinata schickt die anderen Mädchen der Reihe nach über einen präparierten Weg, und dort sollen sie dann erschreckt werden.

Tomoko hat sich inzwischen aber in einen Typen namens Adachi verguckt und würde sich gerne mit ihm treffen. Statt dessen schubst Saya sie in eine Schlucht, sodaß sie erst mal verschwunden ist.

Michiru und Ichika erschrecken derweil Manatsu, und die fürchtet sich zu Tode. Womöglich ist sie doch kein Geist.

Wieder zurück, stellen sie fest, daß Tomoko fehlt. Yuka beruhigt sie, sie amüsiere sich gerade draußen. Doch dann fängt es an zu regnen, und langsam macht Ichika sich Sorgen. Zusammen mit Manatsu macht sie sich schließlich auf die Suche. Finden kann sie sie am Ende aber nur mit Hilfe des nächsten Dschins. Passend zum Regen ist es der Dschin des Wassers.

Und so wird Tomoko gerettet. Sie ist erschöpft, durchgefroren und am Ende ihrer Kräfte, aber dank Manatsu und Ichika wieder zuhause.

Tomoko bedankt sich bei Ichika, bittet sie aber, es der Hinata-sensei nicht zu verraten.

Teil 5 - Flower Bud of Shedding Tears

Für den Nachmittag ist ein Feuerwerk angekündigt. Ichika grübelt aber über etwas ganz anderem. Sie hat nun schon vier Dschins aktiviert und ihre Fähigkeiten zu sehen bekommen. Nun fragt sie sich, warum eigentlich. Was haben diese Ereignisse für eine Bedeutung? Manatsu könnte es ihr sagen, aber sie darf nicht.

Sie fragt während einer Nachhilfestunde Kai, was "sehen" für eine Bedeutung habe. Komischerweise wundert Kai sich über diese Frage überhaupt nicht, sondern erklärt ihr, daß es zum Beispiel Dinge gebe, die sich alleine schon dadurch verändern, daß man sie ansieht. Und ob Sehen gut oder schlecht sei, das liege allein beim Betrachter. An diese Worte wird Ichika später in dieser Folge nochmal denken müssen.

Auf dem Nachhauseweg entdeckt Kai, daß Saya im Haus neben Ichika wohnt. Als ob er es geahnt hätte. Als er es später seinem Bruder erzählt, ist dieser ziemlich bestürzt.

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Manatsu, Keiko und Satsuki im Meer

Für das Feuerwerk zieht Ichika sich den Kimono ihrer Großmutter an. Manatsu ist beeindruckt. Und ziemlich neidisch, so daß Ichika ihn ihr schließlich gibt.

Auch Michiru, Satsuki und Keiko tragen Kimonos. Sie sehen darin unglaublich niedlich aus.

Zuerst aber gehen sie mal wieder im Meer plantschen, soweit das mit den Kimonos geht. Kurz darauf taucht ein Junge namens Nozomu (gesprochen von Shimono Hiro) auf, ein Bekannter von Satsuki. Die beiden haben sich allerdings ein paar Jahre nicht mehr gesehen. Alle zusammen gehen dann im Strandrestaurant, in dem Satsukis Bruder arbeitet, essen.

Dann gehen die Mädchen wieder schwimmen, und es ist nicht zu übersehen, daß Nozomu ein gewisses Interesse zeigt. Und das wird offenbar von Satsuki erwidert. Ichika findet das eine nette Sache und ermuntert sie.

Später bittet Nozomu Satsuki tatsächlich um ein Gespräch. Doch als sie sich an dem vereinbarten Ort einfindet, ist Nozomu nicht da. Sie wartet ziemlich lange. Bei den anderen ist er dann auch nicht, und auch Keiko fehlt. Satsuki geht nachsehen, wo die beiden stecken könnten.

Ichika hat mal wieder so ein Gefühl. Zusammen mit Manatsu sucht sie eine Stelle auf, die man nicht einsehen kann, und aktiviert den nächsten Dschin. So kann sie sehen, wie es Satsuki ergeht. Die findet Nozomu und Keiko tatsächlich, wie sie sich gerade küssen. Satsuki war also gar nicht Nozomus große Liebe, sondern Keiko. Und Ichika, die das alles mitangesehen hat, stellt fest, daß sie trotzdem nichts machen kann. Sie kann ihre Freundin nicht mal trösten.

Teil 6 - Light Fever of Damp Skin

Ichika weiß nicht so recht, was sie mit den Eindrücken, die ihr die Dschins vermitteln, anfangen soll. Denn es sind ja nicht nur glückliche und schöne Dinge, die sie zu sehen bekommt.

*

Ichika liegt krank im Bett

Ichika zieht eine Perlenkette an, die sie mal von Kai uns Sei als Geburtstagsgeschenk bekommen hat. Dann geht sie in die Bibliothek, um an ihren Sommerferien-Hausaufgaben zu arbeiten. Manatsu begleitet sie dabei. Es ist für sie allerdings nicht sehr spannend dort. Doch auch Ichika denkt an etwas. Sie werde diese Hausaufgaben ja doch nicht abgeben, warum sie also überhaupt machen?

Saya ist den beiden gefolgt, und Sei ist wiederum ihr gefolgt. Auf dem Nachhauseweg werden die Mädchen dann zufällig Zeugen, wie sich Saya und Sei unterhalten. Sei weiß etwas, und er kennt Saya. Ichika ist vollkommen überrascht ...

Als sie bemerkt werden, müssen sie ziemlich überstürzt flüchten, wobei Ichikas Kette zerreißt und sich die Perlen über die Straße verstreuen. Dann fängt es auch noch an zu regnen, und die Mädchen werden völlig durchnäßt. Um wieder für besseres Wetter zu sorgen, aktiviert Ichika den nächsten Dschin. Sie findet sich über den Wolken wieder. Wenn es auch unten dunkel und naß ist, über den Wolken scheint immer die Sonne.

Allerdings holt sich Ichika dabei eine Erkältung und muß für eine Zeitlang das Bett hüten. Als Kai bei ihr die Temperatur fühlt, glaubt sie für einen Moment Sei vor sich zu sehen.

Am Nachmittag regnet es wieder. Ichika schläft, und Manatsu, die auf sie aufpassen soll, schläft auch ein. Später wacht Ichika wieder auf und geht heiß duschen, weil sie ziemlich verschwitzt ist.

Sie ist gerade fertig und steht nackt in ihrem Zimmer und trocknet sich ab, als Sei an der Tür klingelt. Ichika erschrickt und weiß nicht, was sie machen soll. Manatsu wacht auf und schlurft im Halbschlaf nach unten und läßt Sei rein, ohne mitzukriegen, daß Ichika gar nichts anhat. Also schlüpft sie rasch ins Bett und stellt sich schlafend. Obwohl sie ein paar dringende Fragen an Sei hätte.

Aber diesmal wird nichts daraus.

Sei hat ihr aber ein Geschenk dagelassen. Als Ichika es später aufmacht, ist sie überrascht: es sind ihre Perlen, wieder zu einer Kette aufgefädelt. Also weiß Sei, daß sie dort war ...

Das ist Ichika so peinlich, daß sie sich unter ihre Bettdecke verkriecht. Am liebsten würde sie einfach weglaufen. Doch dazu ist es zu spät. Und dann beginnen ihre Augen rot zu glühen.

Teil 7 - Jealousy of a Sapling

Sei und Kai kennen Saya nur zu gut. Sie wissen genau, was Saya mit Ichika vorhat und würden sie gerne davor beschützen. Doch das werden sie wohl nicht können.

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Ichika ist von ihrer Erkältung genesen, dafür liegt jetzt Manatsu im Bett. (Zur Abwechselung trägt sie hier ihre Haare mal offen.) Frau Tachibana hat den Arzt geholt. Der untersucht Manatsu und wird dabei etwas nachdenklich. Kein Wunder, sie ist ja auch ein Geist. Und eine Krankenversicherung hat sie natürlich auch nicht. Jedenfalls gibt der Doc ihr am Ende mal eine Spritze.

Als er wieder geht, fragt Ichika ihn, ob es eine Krankheit gibt, bei der die Augen in der Nacht anfangen rot zu glühen. Aber eigentlich gibt es sowas nicht. Und so langsam bekommt Ichika Angst, sich nachts im Spiegel anzusehen. Sie fühlt, daß sie sich langsam verändert, seit sie Manatsu getroffen hat.

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Ichika verändert sich

Am nächsten Tag jedenfalls ist Manatsu wieder wohlauf und ziemlich hungrig.

Ichika denkt mal wieder über sich und Sei nach. In einer Kiste findet sie dann Ohrringe, die ihr mal ihre Großmutter geschenkt hat. Aus einer Laune heraus zieht sie sie an, obwohl ihr das fast etwas peinlich ist, weil sie meint, sie stünden ihr nicht. Da kommt Sei hereingeschneit, denn es ist wieder Zeit für den Unterricht.

Sei sieht gelegentlich zu dem Haus hinüber, in dem Saya wohnt, und Ichika vermutet, daß die beiden mal ein Verhältnis gehabt haben. Sei bewundert dann ihre Ohrringe, doch das bringt Ichika so durcheinander, daß sie sie sich herunterreißt.

Am nächsten Tag bestellt Ichika Kei für den Nachmittag, denn sie hofft, daß Saya dann nicht da ist. Aber anscheinend ist sie doch zuhause. Kai bringt ihr immerhin den Ohrring mit, den er in der Zwischenzeit repariert hat. Ichika bittet ihn dann, sie heute in der Bibliothek zu unterrichten. Kai nimmt sie statt dessen mit in den Daibutsu-Tempel. Die beiden haben eine sehr schöne Zeit zusammen. Aber so leicht werden sie die Hexe Saya natürlich nicht los. Sie schickt einen Wind, der Kai seine ganzen Unterlagen davonweht.

Ichika, deren Augen wieder rot glühen, aktiviert den nächsten Dschin, um die Blätter wieder einzusammeln. Sie ist ziemlich wütend über diesen Vorfall und erzeugt selbst eine Menge Wind. Und als sie ihre Rivalin Saya auf der Straße sieht, weht sie sie um ein Haar vor ein Auto. Dadurch erschrickt sie so über sich selbst, daß sie sich wieder zurückverwandelt.

Immerhin hat sie alle Blätter wieder eingesammelt.

Aber sie will die Macht der Dschin nie wieder benutzen.

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Saya telefoniert mit ihrem Chef. Sie verspricht ihm, daß er zufrieden sein werde. Das Mädchen könne jetzt nicht mehr zurück.

Teil 8 - Urge to Fall Gloriously in Battle

Ichika flicht einen Blumenkranz für eine am nächsten Tag anstehende Veranstaltung. Deswegen beendet sie ihr Abendessen etwas früher und geht auf ihr Zimmer. Ichikas Eltern bitten dann Manatsu ganz formell, gut auf ihre Tochter zu achten. Manatsu ist von diesem Wunsch und der Art, wie er vorgetragen wird, etwas überrascht, aber sie antwortet, sie habe Ichika schon immer sehr geliebt und würde sie nie betrügen.

Später erklärt Ichika Manatsu, daß sie die Macht der Dschin nicht mehr einsetzen wolle. Doch dann wird das Amulett nicht mehr so, wie es vorher war, und Manatsu kann es Ichika auch nicht zurückgeben. So bleibt Ichika doch nichts anderes übrig, als sich zu fügen, denn dieses Ding, das sie von Sei bekommen hat, bedeutet ihr zu viel. Und draußen schwebt auf ihrer Sense Saya und lächelt zufrieden.

Saya, der Spiegelgeist

In der Nacht hat Ichika wieder ihren Traum. Über dem Meer schwebt Manatsu auf sie zu, erklärt ihr, sie sei sie, und sie müsse sie nun töten.

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Am nächsten Tag geht Ichika in die Schule, wo es einen besonderen Termin gibt. Besonders ist aber auch, daß sie diesmal Manatsu nicht mitnimmt.

Die Schüler machen an diese Tag Sympathie-Krankenbesuche im lokalen Krankenhaus. Dafür hat Ichika auch ihren Kranz geflochten. Vor der Schule trifft sie Michiru, Keiko und Satsuki. In der Schule wird auch gebaut. Das Nebengebäude, wo aus dem Spiegel Manatsu erschienen ist, wird abgerissen, und die Mädchen fragen sich, warum sie es dann noch vorher haben putzen müssen.

Dann fahren sie ins Krankenhaus. Die Patienten freuen sich sehr über die Besuche und die Kränze, die sie bekommen. Ichika und Michiru bekommen allerdings einen Problemfall, eine Frau namens Shirasaka Mitsuki (gesprochen von Amano Yuri), die ihr Gedächtnis verloren hat und den beiden Mädchen ihren Kranz um die Ohren haut. Echte Blumen will sie, nicht dieses Stroh. Michiru flüchtet aus dem Zimmer, aber Ichika wird so wütend, daß sie den nächsten Dschin aktiviert, und der bringt Mitsuki einen ganzen Blütensturm.

Ichika ist über sich selbst erschrocken. Es ist, als sei sie jemand anderer. Manatsu schwebt draußen, doch sie kann ihr nicht helfen, weil Saya aufpaßt.

Mitsuki allerdings ist glücklich, aber dann klappt sie zusammen. Eigentlich war sie Blumenverkäuferin und hat Blumen über alles geliebt. Doch dann wurde sie dagegen allergisch, und das wurde so schlimm, daß sie sich umbringen wollte und schließlich das Gedächtnis verlor. Das allerdings hat sie jetzt wieder zurück. Ihre jüngere Schwester Shirasaka Shiho (gesprochen von Hiramatsu Akiko), die die ganze Zeit draußen vor der Tür gewartet hat, ist darüber überglücklich.

Und so hat Ichika, wenn auch unabsichtlich, anscheinend etwas gutes bewirkt.

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Ichika will nicht nach Hause gehen. Statt dessen geht sie in das Abbruchhaus, doch der Spiegel ist weg!

Und Ichika kann nichts mehr essen. Die Veränderungen in ihr lassen sich nicht mehr übersehen. Doch dann bekommt sie eine EMail von Sei, der ihr Mut zuspricht, als wüßte er, was sie gerade durchmachen muß.

Zum Schluß sehen wir den Spiegel wieder. Er steht jetzt in Sayas Wohnung.

Teil 9 - Concern of Passion

Es ist tief in der Nacht, doch Ichika hängt immer noch über der Toilette und kotzt alles an Essen heraus, was noch in ihr drin ist. Ihr Körper kann keine Nahrung mehr aufnehmen. Um ihr die Qualen etwas zu erleichtern, beschließt Manatsu, auch nichts mehr zu essen.

Die Bimmelbahn nach Enoshima

Keiko schickt den beiden eine EMail, daß sie morgen nach Enoshima gehen will, ob sie nicht mitkommen wollen. (Enoshima ist eine kleine Insel ein paar hundert Meter vor der Küste in der Nähe von Kamakura, zu erreichen über einen Damm, und ein beliebtes Auflugsziel sowohl für Touristen, als auch für Japaner. Die Insel besteht im wesentlichen aus einem Berg, auf den Bezahl-Rolltreppen hochgehen! Als ich mit meinen Freunden mal dort war, sind wir aber zu Fuß hochgelaufen.)

Und so machen sie sich dann alle am nächsten Tag früh am Morgen auf den Weg. Nach Enoshima geht eine entzückende, größtenteils eingleisige Bimmelbahn, die im Anime sehr realistisch dargestellt ist. Im Zug sitzen auch Michirus kleine Schwester Rui und ihr "Freund" Yousuke (eher so eine Art Sandkasten-Liebe). Die Mädchen finden die beiden extrem niedlich, aber Michiru meint, sie sollten sie am besten in Ruhe lassen. Sie steigt dann aus, sodaß die anderen nur noch zu viert sind.

Zumindest glauben sie das, denn auch Sei ist unterwegs nach Enoshima, um ein bißchen auf Ichika aufzupassen. Und die Hexe Saya ist natürlich auch an Ort und Stelle.

Keiko und Satsuki reden ein bißchen über Nozomu. Der hat Keiko zwar mal geküßt und ihr ins Ohr geflüstert, daß er sie liebe, aber jetzt hat sie schon länger nichts mehr von ihm gehört. Und er meldet sich auch nicht, wenn sie ihn anruft oder eine EMail schickt. Keiko glaubt, das liege an ihrer Familie. Ihre Leute sind steinreich, und damit ist Nozomu wohl nicht so gut klargekommen.

In Satsuki kommen unschöne Erinnerungen hoch. In einer der früheren Folgen wurde es schon mal angedeutet. Anscheinend hat ihr Vater mal versucht, ihr etwas anzutun.

Kurz darauf erreichen sie Enoshima. Händchenhaltend gehen Rui und ihr Yousuke voran, hinter ihnen gehen die vier Mädchen vom Bahnhof aus Richtung Meer zur Insel, wobei Keiko und Satsuki auch händchenhalten.

Sie nehmen dann die Rolltreppen, während Rui und ihr Freund mangels Geld zu Fuß gehen müssen.

Oben angekommen, essen Satsuki und Keiko erst mal, Manatsu und Ichika hingegen nicht.

Yousuke und Rui fürchten sich beim Stromausfall

Dann machen sie ein paar Besichtigungen und landen schließlich im Tempel der erfüllten Liebe, den aber anscheinend nur Frauen aufsuchen. Überall hängen Schildchen, auf denen die Mädchen den Namen ihres Liebsten plus ihren eigenen aufgeschrieben haben, um den Beistand des Gottes der Liebe zu erhalten. Manatsu sieht neugierig nach, was wohl Rui und Yousuke auf diese Tafel geschrieben haben. Es ist ein überraschend intensives Liebesbekenntnis. Den Mädchen geht vor Staunen der Mund nicht mehr zu. Währenddessen marschiere die beiden Kleinen in aller Seelenruhe wieder ab.

Dann gehen sie zur Glocke der Verliebten, wo ebenfalls jede Menge Täfelchen hängen. Auf einem steht "Minami + Nozomu". Ob das wohl Keikos Nozomu ist? Er ist es, denn einen Augenblick später erscheint er zusammen mit seiner neuen Liebe Minami (gesprochen von Ueda Kana) höchst persönlich. Als der die von ihm so schnöde sitzengelassene Keiko sieht, fällt ihm erst mal die Limo aus der Hand. Doch Keiko trägt es tapfer. Satsuki aber nicht. Sie knallt ihm ordentlich eine, bevor er sich davonmachen kann.

Anscheinend hat Keiko eine falsch adressierte EMail erhalten und von Nozomus Ausflug hierher Wind bekommen, sodaß dieses Treffen kein Zufall ist. Nur wollte sie das nicht alleine durchstehen müssen und hat deswegen Ichika und die anderen mitgenommen. Ichika wird über Nozomus Verhalten so wütend, daß ihre Augen wieder rot zu glühen beginnen. Sie hört und sieht jetzt Dinge, die sie gar nicht hören und sehen will. Sie rennt davon, und der nächste Dschin aktiviert sich, ohne daß sie es verhindern kann.

Und dann kommt es über ganz Enoshima und das nahe Festland zu einem großen Stromausfall, der selbst die Autos stillstehen läßt. Ichika sagt zu sich selbst, sie wolle nicht das Band zwischen zwei sich liebenden Menschen (gemeint sind Satsuki und Keiko) durch elektronische Hilfsmittel spinnen lassen. Und diese etwas seltsame Rechnung geht auf. Keiko läßt ihre Maske der Selbstbeherrschung fallen und vergießt in der Dunkelheit bitterliche Tränen an Satsukis Brust.

Saya ist es zufrieden. Weniger zufrieden ist sie, als auf einmal Sei auftaucht, der die Mädchen schon den ganze Tag gesucht hat.

Ichika landet wieder auf der Erde, nachdem der Dschin sich wieder verflüchtigt hat. Sie ist schockiert über sich selbst. Sei kommt sie trösten, und da ihre Augen immer noch rot leuchten, gibt er ihr wortlos eine Sonnenbrille.

Die Lichter gehen wieder an, und die Mädchen fahren nach Hause. Sei begleitet Manatsu und Ichika. Und am Ende will er Ichika etwas wichtiges sagen.

Teil 10 - Afterlife's Reunion

Sei will Ichika erzählen, was er über die seltsamen Vorgänge weiß. Doch er kommt nicht dazu, denn Saya versteinert ihn, und zwar ohne daß Ichika das überhaupt mitbekommt. Seine Statue liefert sie dann bei Kai ab.

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Ichika kann oder will immer noch nicht essen. Sie will nur noch, daß es bald vorbei ist. Sie läuft zum Ufer und wirft das Amulett weg, doch eine seltsame Kraft weht es in ihre Hand zurück. Statt dessen kommt es so, daß sie um ein Haar selbst dort hinunterstürzt. Manatsu kann sie gerade noch auffangen.

Und irgendwie bringt das Ichika wieder mehr zu sich selbst zurück. Am nächsten Morgen ißt sie wieder etwas. Zwar nicht viel, aber immerhin.

Familie Tachibana macht einen Ausflug zum Friedhof, wo unter anderem Ichikas Großmutter beerdigt ist.

Ichika und der Geist ihrer Großmutter

Ichikas Eltern scheinen den dortigen Tempelpriester sehr gut zu kennen und unterhalten sich mit ihm. Ichika wird demnächst 14, und somit ist es seit jenem seltsamen Ereignis 16 Jahre her. Die Tachibanas wünschten sich damals sehr ein Kind und kamen in diesen Tempel, um dafür zu beten. Der Priester meinte, ihr Kind werde von Gott gesegnet sein, sie müßten nur Geduld haben. Da hatten die beiden einen gemeinsamen Traum, in dem ihnen Manatsu erschien und ihnen folgendes sagte: wenn sie jemals ein Kind hätten und dieses Kind groß werden und irgendwann in einem Sommer eine Freundin mitbringen würde, dann müßten sie diese bei sich aufnehmen wie ihre eigene Tochter. Herr und Frau Tachibana versprachen Manatsu das.

Ichika hat das zufällig hinter der Tür mitangehört und ist ziemlich erstaunt. Ihr jetziges Schicksal wurde also schon lange vor ihrer Geburt festgelegt. Und dann denkt sie an ihren eigenen Traum, in dem ebenfalls Manatsu vorkommt und ihr sagt, sie müsse sie jetzt töten. Doch Ichika hat sich entschieden, nicht mehr davonzulaufen, sondern sich diesen Dingen, von denen sie nur ahnt, zu stellen.

Sie und Manatsu gehen zu den Gräbern, und Ichika fragt sie, ob sie ihre Verbündete sei. Manatsu wäre das nur zu gerne. Doch in Wirklichkeit ist sie nur eine Art Führer auf einem seltsamen Weg.

Da aktiviert sich der nächste Dschin, der Dschin des Todes. Doch er macht gar nichts schlimmes, im Gegenteil. Für ein paar Minunten kann Ichika den Geist ihrer toten Großmutter sehen, und dazu noch ein paar andere, längst verstorbene Freunde.

Manatsu erschrickt erst zu Tode, doch dann freut sie sich mit Ichika über dieses unerwartete Wiedersehen.

*

An diesem Nachmittag wartet Ichika vergebens auf Sei. Statt dessen meldet sich Kai mit einer Ausrede, daß Sei halt kurzfristig verhindert sei.

Teil 11 - Surge of Partings

Ichika hat mal wieder einen seltsamen Traum: sie schwebt im Wasser, umhüllt von Luftblasen, die Manatsu herausbläst.

*

Die Tachibanas packen. Immer wieder ist in den Folgen der 31.8. aufgetaucht, Ichikas letzter Tag. Es ist allerdings nicht der Tag, an dem sie im Spiegel verschwinden wird oder so. Sondern Herr Tachibana hat eine Arbeit in Italien angenommen, und deswegen ziehen sie alle dorthin. Eine Woche noch, dann werden sie die nächsten 5 Jahre in Mailand leben.

Erstaunlicherweis fängt Ichika wieder an zu essen, wenn auch nicht viel. Saya beobachtet das intensiv. Sei ist es nämlich damals, vor 6 Jahren, genauso gegangen, wie wir in einigen Rückblenden erfahren. Genau wie Manatsu kam damals Kei aus Sayas Spiegel zu ihm. Jetzt aber ist er versteinert und kann auf Ichikas Anrufe und EMails nicht mehr antworten. Sie befürchtet, ihm nicht mal auf Wiedersehen sagen zu können.

Seis Kindheitserlebnisse mit Saya

Da ruft Satsuki an, ob sie nicht mit Schwimmen gehen möchte. Und so treffen sie sich alle, aber diesmal nicht am überfüllten Strand, sondern in einer zwar teuren, aber dafür ziemlich leeren Hotelanlage. Und dank Keiko kommen sie sogar umsonst rein.

Diesmal schwimmt auch Michiru, denn Süßwasser macht ihr nichts aus. Keiko fragt sie, ob sie im Meer wohl Ungeheuer und Geister sehe. Michiru antwortet darauf lieber nicht. Ichika fragt sich, wie Michiru wohl Manatsu sieht. Michiru direkt zu fragen traut sie sich aber nicht.

Später sitzen die beiden am Beckenrand. Michiru sagt, sie habe sich in diesen Sommerferien verändert. Bevor das aber zu sehr in die Tiefe geht, schmeißt Manatsu die beiden ins Wasser.

Kai sinniert derweil über Sei und dessen Schicksal, das gleiche, das nun Ichika erlebt. Saya testet nämlich mit diesem Amulett und den Dschins Jugendliche, um sie zu einer bestimmten Entscheidung zu zwingen. Sei wich dieser Antwort vor 6 Jahren übrigens aus. Es sah damals ziemlich ungemütlich aus für Sei, doch Kai warf sich dazwischen, und so kam es, daß sie zusammenblieben. Um ihm seine weitere reale Existenz zu ermöglichen, gab Sei Kai etwas von seiner Lebensenergie ab.

*

Später fragt Michiru Ichika, ob sie sich über etwas Sorgen mache. Ichika rückt nun damit heraus, daß sie bald nach Italien ziehen werde. Sie werde ihre Freundinnen vielleicht nie wieder sehen. Überraschenderweise weiß Michiru das. Ihre Lehrerin Hinata-sensei hat es ihr, Satsuki und Keiko schon am Ende der Schule gesagt. Und das war sicher auch ein Grund, warum sie in diesen Sommerferien soviel zusammen unternommen haben.

Doch irgendwie hat Michiru das Gefühl, daß Ichika noch mehr Geheimnisse hat. Sie erwähnt den großen Stromausfall auf Enoshima. Und sie fragt sich, welche Rolle Manatsu dabei spielt.

Urplötzlich zieht ein schwerer Sturm auf und Ichikas vorletzter Dschin aktiviert sich, wiederum gegen Ichikas Willen. Und dann zieht sich das Meer zurück. Aber nur kurz, denn einen Augenblick später nähert sich ein gigantischer Tsunami der Küste.

Manatsu versucht, Ichikas Trance zu brechen. Die fliegt daraufhin der Welle entgegen. Sie will sie aufhalten, koste es, was es wolle. Doch der Dschin des Meeres läßt sich davon nicht sonderlich beeindrucken. Ichika wird von der Welle verschluckt. Nun versucht es Manatsu. Saya warnt sie, das sei gegen die Regeln, doch sie tut es trotzdem.

Und tatsächlich finden sich die beiden Mädchen lebend am Strand wieder. Die Welle ist verschwunden. Dafür steht Saya vor Manatsu und schickt sie ins Land der Träume.

Michiru und Ichika schleppen die halb bewußtlose Manatsu am Abend nach Hause.

Teil 12 - Song of the Fragments

Michiru und Ichika haben Manatsu ins Bett gebracht. Michiru verabschiedet sich. Und Ichika geht zu ihrer Mutter (gesprochen von Nabatame Hitomi) und bittet sie, sie nicht mehr Ichika-chan zu nennen, sondern Ichika. Für das "chan" fühlt sie sich inzwischen zu erwachsen.

Dann, mitten in der Nacht, steht sie vor dem Nachbarhaus, in dem angeblich Saya wohnt. In Wirklichkeit ist dieses Haus zu verkaufen und Saya hat nur mit ihrer Zauberkraft dafür gesorgt, daß man sie für die Bewohnerin gehalten hat.

Ichika tritt ein und findet dort den großen Spiegel wieder, aus dem Manatsu sich materialisiert hatte. Er gehört der Hexe, und die kommt nun auch daraus hervor und tritt vor Ichika. Und hinter ihr erscheint der versteinerte Sei. Ichika ist schockiert. Kai kommt dazu. Er hat Manatsu im Arm und erklärt Ichika, Sei habe die Regeln gebrochen. Deswegen sei er versteinert worden.

So langsam lichten sich die Geheimnisse. Kai und Manatsu sind Spiegelgeister, die für ihre Herrin ist Saya Aufträge ausführen müssen. Manatsu protestiert, doch das läßt Saya nicht durchgehen. Sie erklärt Ichika dann, daß es hier um einen Test gehe.

Stellvertretend für die Menschheit werden von Saya 14-jährige Jugendliche getestet. Zuerst durchleben sie die Erfahrungen mit den Dschin. Und dann landen sie vor dem Spiegel. Dort findet sich nun auch Ichika wieder, festgemacht, sodaß sie nicht entkommen kann. Dann läßt Saya Ichikas Erlebnisse dieses Sommers mit den Dschin Revue passieren. Wie hat sie, nicht mehr Kind, aber auch nicht nicht Erwachsene, die Welt durch die Augen der Dschin gesehen? Saya meint, Ichika hätte nun den Glauben an die Menschheit verloren, würde sich aber auch selbst hassen.

Und dann stellt sie ihr die Frage, die sie vor 6 Jahren auch schon Sei gestellt hat, die dieser aber nicht entscheiden konnte: würde sie lieber die ganze Menschheit ausgelöscht sehen oder sich selbst?

Ichika hat keine Ahnung, wovon Saya da redet. Ihr Amulett fällt zu Boden, und der 12. Dschin enthüllt sich. Es ist Saya.

Manatsu verabschiedet sich von Ichika

Tod erwarte diejenigen, die sich nicht entscheiden könnten, so wie Sei. Doch damals rettete Kai ihn. Eigentlich war seine Mission dieselbe wie Manatsus: er sollte Sei auf seinem Weg begleiten, damit er am Ende dieses Entscheidung treffe, was er aber nicht konnte. Kai war bereit, sein Leben für Sei zu geben, doch Saya entschied, daß sie erst mal beide weiterexistieren durften. Doch damit Kai dauerhaft als Mensch leben konnte, mußte Sei ihm die entsprechende Menge seiner Lebensenergie abgeben.

Von Sayas Spiegel fehlt ja ein Splitter in einer Ecke. Dieser Splitter ist Kai.

Als Saya von Ichika nun die Entscheidung verlangt, wirft Manatsu sich dazwischen. Saya schleudert sie zur Seite, doch etwas von dem Zauber bricht, und auf Ichikas Handy treffen die EMails ein, die Satsuki, Keiko und viele andere ihr geschrieben haben. Gerade von ihren Freundinnen hat Ichika viel Liebe und Zuneigung erfahren. Und so gibt Ichika Saya ihre Antwort: sie wählt weder das eine noch das andere. Wenn auch ihr Leben manchmal kompliziert ist, so ist das noch lange kein Grund, sich selbst oder alle anderen Menschen ausgelöscht sehen zu wollen.

Das ist nach Sayas Meinung gegen die Regeln, und so muß sie Ichika bestrafen. Da entsteinert Sei sich selbst, und auch Kai und Manatsu sind zu allem entschlossen, um Schaden von Ichika abzuwenden.

Das ganze wird ziemlich dramatisch und blutig, kommt aber zu einem relativ guten Ende. Kai und Manatsu können Sei und Ichika retten, allerdings verlieren sie dabei ihre eigene Existenz in dieser Welt. Sei bekommt den Teil seines Lebens, den er Kai gegeben hat, wieder zurück. Er und Ichika bleiben zurück, das unheimliche Amulett verschwindet wie ein Spuk.

Saya ruft ihren Chef an. Wir bekommen ihn nicht direkt zu sehen, aber es ist anscheinend der Tempelpriester aus Folge 10. Ihrer Meinung nach ist auch dieser Test fehlgeschlagen, doch ihr Boß meint, das sei alles halb so schlimm. Er ist zufrieden, im Gegensatz zu Saya selbst. Also macht sie sich auf zum nächsten Testobjekt.

Und als Sei und Ichika am nächsten Morgen in dem verlassenen Haus aufwachen, ist von der Hexe und ihrem Spiegel keine Spur mehr übrig. Nur zwei Splitter liegen noch auf dem Boden: Manatsu und Kai.

*

Die Sache mit dem Umzug nach Italien nimmt für Ichika auch ein gutes Ende. Anscheinend ist ihr Vater doch allein nach Mailand gegangen, und so kann sie in Japan bei ihren Freundinnen und Sei bleiben.

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Als OVA gibt es noch einen Teil 13:

Teil 13 - Twin Summers of the Early Winter

Es ist 10 Tage vor Ichikas 15. Geburtstag.

Ichika denkt oft an Manatsu, deren Spiegelsplitter sie immer noch bei sich in ihrer Schublade hat.

Es sind Winterferien. Am Abend trifft Ichika Michiru, Keiko und Satsuki, und die behaupten, sie hätten Manatsu gesehen, wenn auch nur kurz und von weitem. Aber sie sind sich ziemlich sicher. Und sie würden sich freuen, wenn sie mal wieder alle fünf zusammen wären. Besonders Ichika hat Sehnsucht nach Manatsu, doch sie ist sich sicher, daß sie sie nie wiedersehen wird.

Ichika und Manatsu

*

Frau Tachibana fliegt mal wieder nach Mailand. Sie würde gerne bei Ichika sein, wenn sie 15 wird, aber leider hat sie keinen anderen Flug bekommen. Ichika ist das schon gewohnt und verabschiedet sich von ihrer Mutter. Dabei denkt sie daran, wie sie sich auch von Sei hat verabschieden müssen. Der ist nämlich zum Studium nach Deutschland gegangen. Das war für Ichika ein trauriger Tag.

Als Ichika am Abend wieder nach Hause kommt, steht Michiru vor der Tür. Auch sie hat kürzlich Manatsu gesehen. Ichika ist ganz aufgeregt. Aber warum läßt Manatsu sich nicht bei ihr blicken? Es fängt an zu regnen, aber Michiru will nicht bei Ichika bleiben, weil sie noch was zu erledigen hat.

Überrascht stellt Ichika später fest, daß der Spiegelsplitter weg ist.

Und auch Seis Splitter von Kai, den er mit nach Deutschland genommen hat, ist weg. Sei ist gerade auf der Straße, als plötzlich Kai vor ihm steht. Er kann es kaum fassen und ist sprachlos vor Freude.

Verwirrt läuft Ichika zu dem verlassenen Haus hinüber, wo Saya den Sommer über gelebt hat. Aber die Tür ist verschlossen, das Haus leer. Da steht plötzlich Manatsu auf der Straße. Sie zieht Ichika erst mal ein bißchen damit auf, daß sie Manatsus Zwillingsschwester Mafuyu (= "tiefer Winter", entsprechend zu Manatsu = "Hochsommer") sei, doch natürlich ist sie in Wirklichkeit Manatsu. Und daran hatte Ichika von Anfang an keinen Zweifel.

Manatsu ist zwar ein Geist, hat aber eine Körper, der im Wesentlichen wie ein menschlicher funktioniert. Jetzt ist sie vom Regen durchnäßt, und so gehen die beiden erst mal ins heiße Bad, was ihnen reichlich Gelegenheit zum Reden, einander Einseifen, die Haare machen usw. gibt.

Draußen fällt der erste Schnee. Die beiden freuen sich sehr, gehen raus, machen eine Mädchen-Schneeballschlacht und bauen einen Mini-Schneemann. Dann gehen sie in die Stadt. Wenige Minuten nach Mitternacht bekommt Ichika die ersten Geburtstagsglückwünsche per EMail auf ihr Mobiltelefon. Und auch Manatsu gratuliert ihr.

Ichika

*

Auch Sei und Kai haben eine gute Zeit zusammen. Beim Abendessen schließlich erklärt Kai, daß er nicht mehr sehr lange bleiben könne.

Und auch Manatsu wird nur noch diese Nacht bei Ichika sein. Sie ist nur gekommen, um mit Ichika ihren 15. Geburtstag zu feiern, und um sich noch ein mal richtig zu verabschieden.

Es ist sehr spät, und Ichika schläft ein. Saya erscheint, Manatsu gibt der schlafenden Ichika einen letzten Kuß, und dann ist sie weg.

In ihrer Spiegelwelt setzt Saya die beiden Splitter, die Kai und Manatsu waren, wieder in ihren Spiegel ein.

*

Als Ichika am nächsten Morgen aufwacht, scheint die Sonne, und sie hat auch den Schneemann, den sie mit Manatsu gemacht hat, weggetaut.

Den Tag verbringt Ichika bei ihren Freundinnen, wo sie ihren Geburtstag und gleichzeitig Weihnachten feiert. Und auch Sei schickt ihr eine Glückwunsch-EMail mit einem Bild von sich und Kai.

*

Der Film endet im Frühling zur Kirschblüte. Ichika denkt daran, daß sie sich eines Tages auch von Satsuki und den anderen wird verabschieden müssen. So wird man langsam erwachsen.


Erstellt am 29.5.2005. Letzte Änderung: 20.2.2014