Tokyo-Japan-Anime-Reise: 6. Tag 10.4.2006

Kamakura


Ich schicke die erste Ladung Postkarten los, 11 Stück. Dann mache ich mich auf zum Bahnhof Minami Senjuu, von wo aus ich nach Kamakura fahre.

Leider ist das Wetter schon die ganze Zeit ziemlich unbeständig. Mal scheint den ganzen Tag die Sonne, am nächsten Tag hingegen regnet es wieder. Die Wettervorhersage im Internet hilft leider auch nicht weiter. Heute ist das Wetter eher regnerisch, aber ich fahre trotzdem. Der Zug geht über Kawasaki, wo ich mal eine Woche gewohnt habe. Allerdings hätte es wohl auch eine kürzere oder zumindest schnellere Strecke gegeben. So komme ich erst um 12:12 in Kamakura an und gehe erst mal zum Hachimangu Tempel.

Kamakura

Kamakura ist eine sehr hübsche Stadt. Vom Bahnhof zum Hachimangu geht eine Allee mit Kirschbäumen rechts und links. Leider ist die Hauptblüte schon vorbei, aber auch so ist es eine sehr schöne Strecke.

Der Tempel selbst wurde, als ich das letzte Mal da war, gerade renoviert. Auch jetzt ist wieder was eingerüstet, aber diesmal ein anderes Gebäude. So bekomme ich die Tempelanlage nun Stück für Stück zu sehen, und die ist wirklich prächtig. Störend sind die vielen Tauben. Es ist nicht ratsam, im Freien zu essen.

Nach dem Hachimangu fahre ich mit dem Bus zum Daibutsu-Tempel.

der Daibutsu

Im Daibutsu-Tempel, der 200 Yen Eintritt kostet, steht der Daibutsu (wer hätte das gedacht ;-) Der ist jedenfalls eine große Berühmtheit und auf alle Fälle einen Besuch wert. Diesmal gehe ich auch ins Innere. Es kostet nur 20 Yen, ist aber auch nicht mehr wert, denn Innen gibt es eigentlich nichts zu sehen. In de Kopf hochgehen oder so geht jedenfalls nicht.

Leider fängt es an zu regnen. Ich besuche aber noch den Hase-Tempel, von dem aus man (vor allem bei gutem Wetter) eine tolle Aussicht über die Bucht von Kamakura hat. Jetzt, bei dem trüben Himmel, ist sie bei weitem nicht so aufregend. In der weitläufigen Tempelanlage gibt es auch ein paar Rundewege, und zu meiner Überraschung stelle ich fest, daß das Zeug, das da so am Wegesrand wächst, Orchideen sind, die gerade bei diesem Wetter besonders fotogen sind.

Die Orchideen des Hasedera

Davon abgesehen gibt es im Hasedera auch eine riesige Götterstatue, die man besichtigen kann, aber nicht fotografieren darf, und auch sonst eine Menge faszinierender Sachen zu sehen.

Angesichts des Wetters verzichte am Ende auf den Abstecher nach Enoshima und fahre statt dessen so langsam wieder zurück.

Um 16:45 bin ich in Shinagawa, einem großen Umsteigebahnhof. Von hier aus hatte man immer einen tollen Blick auf den Tokyo Tower, doch der ist inzwischen durch ein Hochhaus verstellt, sodaß man ihn nur noch von einer bestimmten Stelle des Bahnhofs aus ein bißchen sehen kann. Schade.

Ich habe in Akihabara noch einiges zu kaufen, außerdem esse ich dort auch zu Abend.



Erstellt am 20.4.2006. Letzte Änderung: 1.12.2010