Tokyo-Japan-Anime-Reise: 9. Tag 13.4.2006

Asahi-Gebäude, Odaiba (Aqua-City), Akihabara, Tokyo Tower bei Nacht


Über Tokyo liegen wieder Wolken, heute Nacht habe ich aber den Mond gesehen - ein eigenartiges Wetter. Anscheinend ist die Wolkenschicht nur ziemlich dünn. Über Tokyo liegt sowieso immer irgend ein Dunst. Das ist kein Smog - die Luft hier ist deutlich besser als beispielsweise in London, aber Tokyo liegt halt direkt am Meer. So klare Luft wie in München (vor allem bei Föhn) gibt es hier kaum einmal.

Ich wasche mal die angefallene Wäsche. Um 10:45 gehe ich dann los, erst mal zum Asahi-Gebäude, das quasi gegenüber dem Asakusa-Kanon-Tempel liegt, allerdings auf der anderen Seite des Sumida-Flusses. Es ist vom Hotel aus ein kleiner Spaziergang von 20 Minuten oder so (wenn man langsam macht). Das Wetter ist recht warm und schön, wenn man von dem Dunst absieht. Um 11:10 bin ich oben im Restaurant- und Aussichtsbereich des Asahi-Hochhauses. Außer einer kleinen Bar hat um diese Zeit aber noch nichts offen, also setze ich mich dort hin, nehme einen Eistee (für den stolzen Preis von 400 Yen) und genieße die Aussicht vom 22. Stock aus, auch wenn man nicht allzu weit sehen kann.

Von Ueno aus fahre ich dann nach Shinbashi, wo ich um 12:25 eintreffe. Hier ist der Startpunkt für Odaiba. Das ist ein neues Stadtviertel im Meer auf - soviel ich weiß - künstlich aufgeschütteten Inseln. Erschlossen wird das Gebiet durch eine automatisch fahrende Bahn, die Yurikamome-Linie. (Straßen, Busse usw. gibt es natürlich auch.) Ich kaufe mir eine Tageskarte (800 Yen) und fahre mal los. Als erstes kommen wir am Hamarikyu-Garten vorbei, der ja auch hier um die Ecke ist. Dann fahre ich die ganze Strecke mal ab, und da gibt es einiges an berühmten Gebäuden zu sehen, unter anderem das Riesenrad und Tokyo Big Sight, wo zweimal im Jahr die Comiket stattfindet. Hier in Odaiba mischen sich Vergnügungsviertel und ganz normale Industrie, vor allem natürlich alles, was mit Hafen und Schiffen zu tun hat. Am Pier steht eine ganze Batterie riesiger Portalkräne, die selbst von Tokyo Tower aus noch sichtbar sind und deutlich anzeigen, wohin man gerade schaut.

Und natürlich die Rainbow Bridge, die ich bei meiner Schiffsfahrt am 7.4. schon von weitem gesehen habe. Jetzt fahre ich sie mal ab, mehrmals sogar im Laufe des Tages.

Ich klappere alle wichtigen Sehenswürdigkeiten ab, besuche auch das Messegelände Tokyo Big Sight, das Riesenrad usw.

Tokyo Big Sight

Von einer Endstation der Yurikamome-Linie bis zur anderen fährt man 30 Minuten. Odaiba ist ziemlich weitläufig.

Das Tokyo Big Sight hat übrigens nichts mit Animes zu tun, es ist ein ganz normales Messegelände in ziemlich futuristischer Architektur. Mit dem Riesenrad fahre ich auch nicht. Wegen des Dunstes würde man nicht allzuweit sehen können, und dafür ist es zu teuer.

Um 16:20 bin ich mit allem durch und fahre nach Akihabara zum Einkaufen und Essen. Danach mache ich eine weitere Tour, diesmal zum Tokyo Tower. Der kostet (zum unteren Aussichtsdeck) 820 Yen Eintritt, aber die lohnen sich. Tokyo bei Nacht ist ein überwältigender Anblick, und der leichte Nebel tut der Freude keinen Abbruch, im Gegenteil. Vor allem der Tokyo Tower selbst, der ja hell angestrahlt ist, hüllt sich durch den Dunst in eine glühende Aura, an der ich mich gar nicht sattsehen kann. Und auf den beiden Aussichtsdecks ist eine tolle Stimmung mit gedämpftem Licht, Musik usw. Es ist einfach toll.

Tokyo bei Nacht

Erstellt am 20.4.2006. Letzte Änderung: 1.12.2010