Tokyo-Japan-Anime-Reise: 10. Tag 14.4.2006

Harajuku, Rathaus, Shinjuku Chuou Kouen ("Digimon-Park"), Nakano


Heute ist zur Abwechselung mal wieder ein sonniger Tag. Ich fange an mit Harajuku. Vorgestern habe ich irgendwie den Book-Off verpaßt, doch er ist ganz leicht zu finden, sehr groß, und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Ich kaufe ein paar nette gebrauchte Bücher, nicht zu viele, denn das muß man ja alles tragen und am Ende irgendwie in die Koffer hinein bekommen. Im Gegensatz zu fast allen anderen Läden, die Anime-Bilderalben und ähnliches verkaufen, kann man sich die hier vorher mal durchblättern, denn sie sind nicht eingeschweißt. Fast erstaunlich angesichts des japanischen Verpackungs-Ticks.

In der Fußgängerzone von Harajuku esse ich mal wieder ein Crêpe. Dann laufe ich über den Meiji-Schrein zum Rathaus - sozusagen die halbe Rathaustour rückwärts. Diesmal fahre ich auf den Nord-Turm. Hier gibt es die im Boden eingelassene Karte allerdings auch nicht (mehr). Dafür sind jetzt ein paar Läden eingezogen, außerdem hat ein Restaurant einen Teil des Aussichtsdecks abgetrennt, man kann also nicht mehr überall hin. Ich finde das sehr schade, aber da kann man nichts machen. Schließlich gehört das Rathaus mir nicht ...

Blick vom Rathaus Richtung Nakano

Hinter dem Rathaus ist der Park von Shinjuku, den ich immer Digimon-Park nenne, weil er bei "Digimon" öfters vorgekommen ist (vor allem in der 1. Staffel, wenn ich mich recht erinnere). Allerdings erleidet er allmählich das gleiche Schicksal wie schon der Ueno-Park zuvor, er wird die Residenz von Pennern und Gesindel. Sehr schade. Aber anscheinend bleiben auch in der japanischen Gesellschaft mehr und mehr Menschen übrig, mit denen niemand mehr etwas anfangen kann. Bei uns lassen sie sich mit Sozialhilfe aushalten, und hier werden sie halt zu Dauergästen in den Parks.

Nachdem ich den Aufenthalt im Park also nicht allzu sehr ausgedehnt habe, fahre ich nochmal nach Nakano und kaufe eine größere Ladung Cells. Eigentlich wollte ich Cells gar nicht mehr weiter sammeln, aber irgendwie mache ich es jetzt doch ... Und diesmal gebe ich mir wirklich Mühe, nicht zu sparsam zu sein, und verbrate insgesamt um die 20.000 Yen dort. (Ich schaffe es trotzdem bei weitem nicht, in den 14 Tagen das ganze Geld, das ich mitgenommen habe, auszugeben, über 50.000 Yen nehme ich am Ende wieder nach Deutschland mit zurück.) Wie auch immer, ich kaufe ein paar tolle Stücke.



Erstellt am 20.4.2006. Letzte Änderung: 1.12.2010