Tokyo-Japan-Anime-Reise: 13. Tag 17.4.2006

Fujisan


Heute ist bestes Wetter für meinen schon so lange geplanten Ausflug zum Fujisan. Und diesmal klappt es: ich bin rechtzeitig am Hauptbahnhof, und für den Bus nach Kawaguchiko sind noch Karten frei. Tatsächlich ist der Bus dann sogar fast leer.

Pünktlich um 8:40 geht es los Richtung Westen, erst mal durch Tokyo, vorbei am Roppongi-Hills-Tower, dann über eine der gebührenpflichtigen Stadtautobahnen hinaus in die Kantou-Ebene. Allerdings merkt man nicht, daß man irgendwann Tokyo mal verläßt. Die Häuser hören nie auf, sie werden allenfalls niedriger, und nach und nach kommt etwas Grün dazu.

Unterwegs hält der Bus ab und zu und nimmt weitere Passagiere auf. Deswegen, und weil man auf japanischen Autobahnen nicht so schnell fahren darf, dauert es gute 2 Stunden, bis wir uns dem Ziel nähern. Die Gegend um den Fujisan ist, wenn man das mal so ausdrücken will, touristisch gut erschlossen, es gibt sogar einen Vergnügungspark mit Achterbahn. Außerdem liegen nördlich des Berges 5 Seen, die ebenfalls ein touristischer Anziehungspunkt sind, wie man sich leicht vorstellen kann.

Der Bus klappert eine Reihe dieser Lokalitäten ab bis er schließlich die Endhaltestelle Kawaguchiko erreicht.

Von hier aus hat man einen tollen Blick auf den Fujisan ... oder hätte man, wenn nicht die ganzen Häuser und Kabel in der Luft wären. Ich denke mir, den Fujisan kann man gelegentlich von Tokyo aus sehen, die Kabel aber nicht.

Also marschiere ich mal ein bißchen herum, um eine gute Stelle für ein paar Fotos zu finden. Um den Fujisan herum sind immer wieder Wolken, aber das macht die Bilder eigentlich noch interessanter.

der Fujisan

Bei der Gelegenheit mal eine Bemerkung zum Namen "Fujisan" und seiner Schreibweise. Gelegentlich habe ich schon von sogenannten Japan-Experten gehört, "Fuji-san" heiße "Herr Fuji". Das ist schlicht und einfach Blödsinn. <Name>-san heißt zwar durchaus Herr / Frau <Name>, aber das "san" von "Fujisan" hat mit diesem Namens-Suffix nichts zu tun, sondern ist die On-Lesung des Kanjis für "Berg", dessen kun-Lesung übrigens "yama" lautet (daher der bei uns gebräuchliche Name "Fujiyama", aber das sagt kein Japaner.). Und deshalb heißt es auch nicht "Fuji-san", sondern "Fujisan", alles zusammengeschrieben als ein Wort.

Nach den ersten Fotos esse ich mal was. Das Restaurant sieht von außen sehr nett aus, von innen schon weniger, und das Essen ist noch schlechter. Ich bestelle Udon-Tempura, was an sich schon eine eigenartige Kombination ist, aber ich will es mal ausprobieren. Nun ja, immerhin ist es eßbar und macht satt. Und jetzt weiß ich auch, was man sich unter Udon genau vorzustellen hat (nämlich dicke Nudeln, die in einer Suppe serviert werden, ganz ähnlich wie Raamen. Nur schmecken diese Nudeln nach nichts. Und Frittiertes oben auf einer Suppe - daß das nichts wird, darauf hätte man auch kommen können, ohne es auszuprobieren ...)

Nach dem Essen sehe ich mit Kawaguchiko an, aber das einzige, was es hier so auf den ersten Blick Interessantes gibt, ist der See, einer der 5 hier in der Gegend.

Um 14:40 geht dann der Bus zurück, und der braucht dank eines Staus über 3 Stunden bis zurück zum Hauptbahnhof, unserem Ausgangspunkt.

Ein letztes Mal esse ich bei dem Inder in Shibuya. Morgen werde ich nicht mehr viel unternehmen, denn es ist der Tag vor der Abreise - Packtag



Erstellt am 20.4.2006. Letzte Änderung: 1.12.2010