Japanreise 2010: 8. Tag (Freitag, 19.11.2010)

Anreise Miyajima


Miyajima

Um 8:02 fährt der Shinkansen nach Hiroshima, das wir um 10:01 erreichen. Wir steigen um und fahren um 10:15 weiter Richtung Iwakuni bis Miyajimaguchi. Gegen 10:50 gehts per Fähre hinüber auf die Insel Miyajima, die von der Küste nur ein paar hundert Meter entfernt ist. Praktischerweise ist die Fähre eine JR-Fähre, die wir mit den JR-Pässen kostenlos benutzen können. Kurz nach 11 sind wir dann auf Miyajima. Unsere Koffer haben wir per Takkyuubin von Kyoto aus nach Nagoya ins nächste Hotel schicken lassen (kostet um die 1300 - 1600 Yen, je nach Größe), sodaß wir nur Handgepäck dabei haben, das wir unten am Hafen ins Schließfach stecken.

Miyajima ist eine Touristeninsel, bewohnt von einer Handvoll Leuten, die wahrscheinlich alle im Touristengeschäft tätig sind. Es gibt eine oder zwei große Einkaufsstraßen, die neben unzähligen Restaurants eigentlich nur noch Souvenirläden aufweisen, dazu eine Reihe Hotels, jede Menge Tempel, die sich über die ganze Insel verteilen, und natürlich das berühmte Otorii-Tor, das nur bei Ebbe durchschritten werden kann und bei Flut im Wasser steht und dann von Ruderbooten durchfahren wird.

Das Otorii-Tor

Unser Ziel ist die Aussichtsplattform auf dem Misen-Berg. Miyajima ist keine große Insel, und der Weg ist recht kurz, etwa 3 km, doch leider sind dabei über 500 Höhenmeter zu überwinden. Außerdem finden sich auf dem Weg nach oben jede Menge Tempel, die in einer prächtigen Naturlandschaft liegen und die es zu besichtigen und zu fotografieren gilt, sodaß es bis 14 Uhr dauert, bis wir oben sind. (Es hätte allerdings auch eine Seilbahn gegeben.)

Blick über Miyajima

Von oben (genau 535 m über dem Meeresspiegel) hat man einen fantastischen Blick hinüber nach Hiroshima und die vorgelagerte Inseln der Umgebung.

Der Abstieg ist fast noch schlimmer als der Aufstieg. Ziemlich unten gibt es den Momijidani-Park, den wir uns auch noch ansehen. Dann holen wir unser Gepäck aus den Schließfächern und checken im Miyajima Grand Hotel ein. Und das hat es wirklich in sich.

ein Teil des Abendessens

Das Abendessen, das wir ab 19 Uhr nehmen, besteht aus über 10 Gängen, die mehr oder weniger allesamt aus den drei Komponenten bestehen, aus denen jede traditionelle japanische Mahlzeit besteht: Fisch, Reis und (eingelegtes) Gemüse in allen nur denkbaren Variationen. Da wir die einzigen Rucksack-Touristen im Hotel sind, erklärt uns der Kellner bei jedem Gang, um was es sich handelt und wie man es ißt.

Wir haben ein großes Gemeinschaftszimmer vom Feinsten, und es gibt ein riesiges Onsen, sogar mit Außenbereich. Ein echtes Luxushotel eben.


Erstellt am 1.12.2010. Letzte Änderung: 10.12.2010