Japanreise 2010: 10. Tag (Sonntag, 21.11.2010)

Ise-Schrein


Ise-Schrein

Wir laufen die knapp eine U-Bahn-Station bis zum Bahnhof und fahren mit dem Zug um 9:35 Richtung Ise-shi. Der Ise-Schrein ist das höchste shintoistische Heiligtum Japans, und heute ist Sonntag. Also ist viel Betrieb zu erwarten. Aber es ist (zunächst mal) nicht so schlimm wie erwartet.

Der Ise-Schrein hat die Besonderheit, daß er alle 20 Jahre neu aufgebaut wird (das nächste Mal 2013). Er besteht aus einem äußeren und einem inneren Teil, die eine halbe Bus-Stunde auseinanderliegen (also anders als der Name vermuten läßt nicht ineinander verschachtelt sind). Ich muß zugeben, daß ich nicht sonderlich beeindruckt bin. Verglichen mit anderen Tempeln sind die Gebäude hier eher schlicht, was vielleicht auch an den ständigen Neuaufbau-Zyklen liegt. Außerdem darf man das Allerheiligste gar nicht betreten.

Wenigstens kostet er, wie alle Shinto-Schreine, keinen Eintritt.

Zunächst besuchen wir eine Art Außenstelle, dann den äußeren Schrein, der recht groß, aber nicht wirklich überwältigend ist. Danach essen wir ein paar mitgebrachte Sachen, steigen in den Bus (410 Yen) und quälen uns durch dichten Verkehr zum inneren Schrein.

Ujibashi zum inneren Ise-Schrein

Vor diesem gibt eine eine Art Einkaufsstraße, in der vor allem Freßbuden und Restaurants stehen, und die wirklich gerammelt voll ist. Zu Essen bekommt man nur, wenn man sich in eine der zahlreichen langen Warteschlangen einreiht. Hier ist wirklich Hochbetrieb. Das gleiche gilt auch für den inneren Schrein selbst, den man über eine lange Holzbrücke namens Ujibashi erreicht, deren Überquerung eine Art Reinigung symbolisieren soll.

Hochbetrieb vor dem zentralen Tempel

Nachdem wir auch das durchgewartet und absolviert haben, fahren wir mit dem Bus weiter nach Futamigakura zu den "Wedding Rocks". Ein Nachteil der späten Jahreszeit ist, daß es um 17 Uhr schon dunkel ist. Da hinter den Wedding Rocks aber genau der Fast-Vollmond steht, bekommen wir trotzdem ein paar tolle Eindrücke (allerdings kommen die auf den Bildern kaum richtig rüber, was man bei meinem kleinen Knipserchen aber auch verstehen kann).

die Wedding Rocks

Da hier draußen die Züge nicht oft fahren, haben wir es ziemlich eilig, zur Bahnstation zu kommen, erleben dort aber die einzige Zugverspätung unserer Reise. Zum Glück geht der Zug, nachdem er endlich gekommen ist, nach Nagoya durch, sodaß wir keine Probleme mit Anschlußzügen haben.



Erstellt am 1.12.2010. Letzte Änderung: 8.12.2010