Japanreise 2010: 13. Tag (Mittwoch, 24.11.2010)

Hakone, Anreise Tounosawa


Tounosawa

Mit leichtem Gepäck fahren wir mit dem Zug um 8:33 Richtung Hakone (und sind damit endlich dieses schreckliche Comfort-Hotel los).

der Fujisan vonHakone aus

Mit dem Shinkansen fahren wir bis Mishima. Vom Bahnhof aus hat man einen tollen Blick auf den Fujisan. Wir kaufen eine Hakone-Zweitageskarte, die mehr oder weniger alles enthält, was wir dort brauchen werden (3900 Yen). Um 11:15 fahren wir weiter mit dem Bus nach Hakone. Es ist eine ziemlich abenteuerliche Fahrt über steile Serpentinen nach oben. Während der Fahrt ist immer wieder der Fujisan zu sehen. Um 12 Uhr sind wir dann da. Hakone ist ein ganze Gebiet, das auch einen See einschließt. Zunächst besuchen wir ein kleines Samurai-Museum, genauer gesagt den Nachbau eines Kontrollpostens, mit dem der Fürst von Edo die Ein- und Ausreise in sein Territorium kontrollierte. Leider ist der Eintritt (400 Yen) in der Sammelkarte nicht enthalten.

Anschließend machen wir eine Fahrt über den See von Motohakone-ko nach Togendai-ko, wo die anderen ein hoffnungslos überteuertes Mittagessen (ca. 1500 Yen für eine Portion Curry- Reis, die normalerweise 500 Yen kostet) nehmen. Bei solchen Preise vergeht mir aber der Appetit.

Um 14:40 fahren wir mit der Seilbahn nach oben zum Oowakudani. Überall aus dem Berg steigen Dampfschwaden auf, Folge der vulkanischen Aktivität. Die Spezialität dieser Gegend sind schwarze Eier, die dadurch schwarz werden, daß sie in schwefelhaltigem Wasser gekocht werden. Übrigens sind nur die Schalen schwarz. Innen sind sie weiß wie jedes andere Ei auch, und schmecken ziemlich gut.

Oowakudani

Die Hakone-Region im Allgemeinen und Oowakudani im Speziellen sind ein beliebtes Touristenziel, und dementsprechend voll ist es auch oben auf dem Berg. Davon abgesehen haben wir noch ein paar schöne Blicke auf den Fujisan.

Einmal sind zwei Frauen hinter uns, die man sehr schnell als Chinesinnen erkennt, und zwar nicht nur an der Sprache: sie drängeln und spucken, was Japaner niemals machen würden.

Um 16 Uhr geht es dann auf der anderen Seite mit der Seilbahn wieder runter zu einer Zwischenstation, von der aus eine Kabelbahn (Hakone Tozan Cablecar) noch weiter nach unten fährt nach Souunzan. Von dort geht es weiter mit der Bimmelbahn nach Tounosawa. Der winzige Bahnhof liegt mitten in den Bergen. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen wir dann das Hotel (Ichinoyu Honkan), ebenfalls ein sehr luxuriöses Etablissement. Wir haben zwei Zimmer, eins mit zwei, eins mit vier Leuten belegt. Beide haben ein Außen-Onsen (Rotenburo).

Von 19 bis 20:15 nehmen wir das Abendessen, das aus zig Gängen besteht (darunter Shabu-shabu, Sashimi und gekochter Fisch) und sehr lecker schmeckt.



Erstellt am 1.12.2010. Letzte Änderung: 10.12.2010