Japanreise 2010: 15. Tag (Freitag, 26.11.2010)

Ghibli-Museum, Einkaufen in Nakano


Tokyo

Wir verlassen das Hotel um 8 Uhr und fahren nach Mitaka, genauer gesagt eine Station davor, nach Kichijouji, und laufen von dort aus durch den Park zum Ghibli-Museum, wobei wir auf dem Weg noch den dortigen Tempel besichtigen (was wir uns aber auch hätten sparen können, denn er ist nichts aufregendes).

Um 10:30 erreichen wir das Ghibli-Museum, zweifellos einer der Höhepunkte unserer Reise. Leider haben die anderen es ziemlich eilig und müssen um 12 Uhr schon wieder los, weil sie sich später mit jemanden treffen wollen. Ich bleibe aber länger, denn so oft im Leben komme ich nicht hier her (es ist das 2. Mal).

Totoro am Eingang des Ghibli-Museums

Leider darf man im Museum nicht fotografieren, man darf aber sehr wohl draußen Aufnahmen machen, und von außen rein geht auch. Ich sehe mir den Film an, zur Zeit läuft "Pandane to Tamago-hime", eine etwas seltsame Geschichte einer Hexe, die Eier frißt. Eins dieser Eier läßt sich aber nicht aufschlagen, sondern bekommt Arme, Beine und ein Gesicht und wird auf diese Weise lebendig. Die Hexe läßt das Ei dann Sklavenarbeit verrichten, bis dieses aus Knochenmehl, das die Hexe zuvor gemahlen hat, eine seltsame Kreatur zum Leben erweckt und mit dieser flieht. Die Hexe verfolgt die beiden durch das von Hasen bewohnte Land bis in die Stadt, wo sie die Mehlkreatur einfängt und im Ofen zu Brot bäckt. Das Ei erweist sich als Kind des Ei-Königs und der Ei-Königin, die die Hexe vertreiben. Das Ei-Kind, also eigentlich die Ei-Prinzessin (Tamago-hime) setzt dann am Schluß seine Reise mit dem Brotmann fort.

Von Zeit zu Zeit wechselt das Museum sein Programm, die weiteren Filme, die es gibt, wären "Hoshi wo katta Hi" ("Der Tag, an dem ich einen Stern kaufte" - die Vorschaubilder sehen sehr interessant aus: ein Junge pflanzt einen Samen, aus dem ein Planet wächst), "Kujiratori" ("Wal-Vogel" - den habe ich bei meinem ersten Besuch gesehen), "Koro no Daisanpo" ("Koros großer Spaziergang" - anscheinend eine Geschichte über einen kleinen Hund, der verlorengeht), "Mei to Konekobasu" (der Traum eines jeden Totoro-Fans), "Chuuzumou" (anscheinend Mäuse-Sumoringen oder so was in der Art), "Yadosagashi" ("Unterkunft suchen") und "Mizugumo Monmon" ("Monmon, die Wasserspinne").

In den beiden Läden, die es im Museum gibt, kaufe ich mir ein paar Hefte zu den Filmen sowie eine Roboter-Figur aus Laputa.

Nachdem ich gegen 13:15 fertig bin, laufe ich zurück nach Kichijouji und versuche, einen Geldautomaten aufzutreiben, weil das Bargeld langsam knapp wird. Ich frage einen Polizisten in einem Kouban (Polizei-Box, die überall in Japan zu finden sind) und erfahre nach längeren Rücksprachen, daß es in der Nähe einen ATM (Geldautomat) geben müßte, den ich dann auch tatsächlich finde. Und, wie immer in Japan, funktioniert er auch einwandfrei.

Danach fahre ich nach Nakano, esse dort zu Mittag (wie letztes Mal Negi-Raamen für 520 Yen - was es das letzte Mal gekostet hat, weiß ich leider nicht mehr) und beginne mit dem Einkaufen, was sich als sehr anstrengend erweist, weil ich inzwischen einiges zu schleppen habe, das immer schwerer und schwerer wird.

Cels in Nakano

Es gibt immer noch Cels, ziemlich viele sogar (etliche Ghiblis darunter), und auch sonst findet man in den Anime-Läden im Nakano-Broadway die unglaublichsten Sachen, nur leider keine "Strike Witches"-Figuren :-(



Erstellt am 1.12.2010. Letzte Änderung: 10.12.2010