11. Kapitel
wird so geschrieben:
Das Kanji in der Mitte ist etwas ungewöhnlich ausgeführt. Die normale Schreibweise sowie die Lesungen finden Sie im Japanisch-Kurs Nr. 8, Kanji 12. Es wird "SEI" oder "hoshi" gelesen und heißt "Stern". Insofern paßt der Stern darinnen natürlich gut.
Gelesen wird das erste Wort Urusei. Das ist ein Wortspiel, das folgendes heißen kann: Uru-Stern, wobei Uru ein Eigenname ist. Oder eine kleine, in manchen Dialekten und in der Umgangssprache übliche Abwandlung von urusai = laut, lärmend, lästig.
Yatsura heißt Burschen, Kerle. Das ganze kann also heißen: Die Burschen vom Uru-Stern oder Lästige Typen.
Das heißt folgendes: Himmel, Erde, un- / nicht, Angelegenheit / gebrauchen, ! Geist, Kaiser, Teufel / böser Geist. Wie man sieht, hilft einem die Übersetzung beim Verständnis nicht viel weiter. Ryo Oo Ki, auch Ryo Oh Ki geschrieben, kann man als Eigenname betrachten. Tenchi bezieht sich auf die Hauptperson der Geschichte, "Tenchi Masaki". Außerdem heißt das Lichtschwert, das in der Geschichte ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, ebenfalls "Tenchi".
Das Kanji TEN - Himmel kommt im Japanischen häufiger vor. "Wetter" heißt z.B. "TENKI" - "Himmelsgeist" (aber mit einem anderen "KI" als Ryo-Oh-Ki); "Genie" heißt "TENSAI" - "himmlische Begabung", etc.
Auf meiner "Tenchi Muyo"-Seite habe ich einen Scan plaziert, auf dem man alle Hauptpersonen mit ihren in Kanji geschriebenen Namen sieht (wenn Sie auf das Titelbild klicken, bekommen Sie die Kanji in lesbarer Größe). Irgendwo im Internet habe ich diese ganzen Kanji erklärt gefunden. Aber in meinem Langenscheidt-Kanji-Lehrbuch steht z.T. was anderes. "Aeka" (oder "Ayeka") wurde dort erklärt als "flatter" - "pile" - "hazy" = "easy flatterer" (mal original so widergegeben, wie der es erklärt hat). In meinem Langenscheidt stehen die 3 Kanji auch drin, aber als reine Namens-Kanji. D.h. sie haben überhaupt keine Bedeutung. Ich nehme an, daß sich das so erklärt, daß sie früher mal eine Bedeutung hatten und heute nur noch für Namen verwendet werden. Die Japanisch-Leute, die schon sehr weit fortgeschritten sind, kennen die alten Bedeutungen noch und haben sie auf besagter Seite angegeben.
Wie auch immer: ich schreibe auf meine Seiten nur, was ich selbst verifizieren kann. Viele der Namen kann man aber tatsächlich stückweise übersetzen:
Die Zeichen in der Reihenfolge ihres Auftretens: a a tsu me kami sa ma tsu
"Aa" heißt "Ah!" oder "Oh!"
Das "tsu" dahinter ist eine Art Sound-Effekt und bedeutet, daß das "Ah" davor ziemlich abrupt endet.
Das 1. Kanji ist das Zeichen für "Frau" oder "weiblich" (in der ON-Lesung "JO" oder "NYO", in der kun-Lesung "onna", oder "me".)
Das 2. Kanji heißt "Gott" ("kami", im Innern des Wortes zu "gami" umgelautet). "Megami" heißt also "weiblicher Gott" = "Göttin"
"Sama" ist der Namenssuffix für sehr respektvolle Anrede (wie sich das bei einer Göttin auch gehört).
Das abschließende "tsu" ist wieder o.g. Sound-Effekt.
Alles zusammen heißt der Titel also ungefähr: "Oh, sehr ehrenwerte Göttin!"
Was steht auf dem Kasten, den Shampoo auf ihrer Hand balanciert?
Hier sind die Kanji komplett mit Strichfolge (Beachten Sie, daß manche Striche ihre Richtung wechseln, z.B. der 8. Strich in "neko". Das zählt dann trotzdem nur als ein Strich):
HAN TEN heißt China-Laden oder China-Restaurant (ist allerdings ein eher unübliches Wort dafür). Komplett heißt die Aufschrift neko HAN TEN = Katzen-Chinarestaurant.
Wie es zu diesem eigenartigen Namen kommt, hat eine komplizierte Geschichte. Shampoo ist eine chinesische Amazone, die sich nach einigem Hin und Her in Ranma verliebte. Nachdem Ranma ihr einen Korb gegeben hatte, kehrte sie nach China zurück und fiel dort in ene der verwunschenen Quellen von Jusenkyou. Seitdem verwandelt sie sich in ein Kätzchen, wenn sie mit kaltem Wasser in Berührung kommt. In Katzenform verschickte sie sich dann selbst per Post nach Japan zu Ranma, um wenigstens sein Haustier sein zu können, was aber auch nichts wurde, denn Ranma hat eine Katzenphobie. Später kam dann ihre Urgroßmutter Cologne nach Japan nach, und sie eröffneten eben dieses Restaurant.
Übrigens: die Serie heißt auf japanisch ausgeschrieben: Ranma ni bun no ichi, was nichts anderes heißt als Ranma 1/2.
Die Geschichte um das 3-äugige Mädchen Pai läuft unter dem Titel "3*3 Eyes". Die Teile 3 bis 5 haben sozusagen den Untertitel SEI MA DEN SETSU, der hier auch tatsächlich unter dem Haupttitel aufgeführt ist. SEI = heilig, MA = Dämon, DEN SETSU = Geschichte / Legende. Also: Geschichte der heiligen Dämonin.
Wie bei uns auch, so gibt es auch bei Kanji verschiedene Schriftarten und Fonts, ganz zu schweigen von den diversen künstlerischen Schreibweisen. im obigen Bild haben wir einen Font, der ein wenig von der sonst üblichen gedruckten Form abweicht, was der eindeutigen Lesbarkeit allerdings keinen Abbruch tut.
Dieses Ding, das da gerade von einer geisterhaften Hand in eine andere Dimension entführt wird, ist der NIN GEN no ZOU. NIN GEN = Mensch / menschliches Wesen, ZOU = Statue; Also: Statue der Menschlichkeit. Pai und Kaiyanwangs Dämonen sind hinter dem Ningen no Zou her wie der Teufel hinter der armen Seele, weil er angeblich unglaubliche Macht verleiht. Pai möchte ihn zum Beispiel dazu benutzen, ein Mensch zu werden. So, wie sie sich das vorgestellt hat, klappt es allerdings nicht.
Es war gar nicht so leicht, darüber etwas herauszubekommen, aber den wichtigsten Satz ("ich mag / liebe Dich") habe ich immerhin in 4 Variationen:
Solche Fragen (und die entsprechenden Antworten) bildet man so: <Verneinte Verb-Grundform> koto ga arimasu ka. Wörtlich heißt das ungefähr: "Gibt es die Erfahrung von ..."
Bsp.:
Dieser Ausdruck beschreibt eine zeitliche Veränderung. Konstruktion: <Satz Grundform> you ni narimashita. naru = "werden".
Beispiel: Früher konnte ich nicht Klavier spielen, aber jetzt kann ich es: Es ist so geworden, daß ich Klavier spielen kann - Piano wo hikeru you ni narimashita. piano wo hiku - "Klavier spielen". piano wo hikeru - "Klavier spielen können".
Achtung bei der Negation: hikenai ist ein i-Adjektiv und wird vor naru zum Adverb: Es ist so geworden, daß ich jetzt nicht mehr Klavier spielen kann - Piano wo hikenaku narimashita.
Diese Konstruktion bildet man folgendermaßen:
<Satz-Grundform> koto ni narimashita.
Beispiel: Boku ha Nihon ni iku koto ni narimashita - es hat sich ergeben, daß ich nach Japan fahre.
oder auch "sich entscheiden" o.ä.:
<Satz-Grundform> koto ni shimashita.
Beispiel: Kyuuryou ga totemo ii kara, watashi ha depaato de hataraku koto ni shimashita - Weil das Gehalt sehr gut ist, habe ich beschlossen, im Kaufhaus zu arbeiten.
<Satz-Grundform> to omou (PL2) / to omoimasu (PL3).
Beispiele: Ich glaube, daß Frau Hisakawa sich gut in Oosaka auskennt - Hisakawa-san ga Oosaka wo yoku shite iru to omoimasu. Wie üblich, wird das Subjekt des Nebensatzes ("Frau Hisakawa") nicht mit ha, sondern ga versehen.
Ich finde Kanji interessant / ich denke, daß Kanji interssant sind: (Watashi ha) Kanji ga omoshiroi to omou. omoshiroi ist ein I-Adjektiv und steht in der Grundform ohne ohne da / desu.
<Satz PL2 oder PL3> shi, <Satz> shi, ... <Satz>. Dies entspricht im Deutschen einer Aufzählung mit "und", wobei im Gegensatz zur "te"-Form keine zeitliche Reihenfolge festliegt.
Besonderheit: Körperteile und Wetter haben normalerweise die Partikel ga. In Aufzählungen mit shi wird dieses ga meist zu ha.
Beispiel: Maruko hat Kopfweh und Fieber, und ihr Bauch tut weh - Maruko-san no atama ha itai shi, netsu ha aru shi, onaka ha itai desu.
<Satz 1> tabi (ni) <Satz 2>
Beispiele: Shokuji no tabi ni, ... - jedesmal beim Essen ...
München ni kuru tabi, Hofbräuhaus de biiru wo nomimasu - jedesmal, wenn ich nach München komme, trinke ich im Hofbräuhaus ein Bier. "München" schreiben die Japaner üblicherweise Myunhen. Wie sich "Hofbräuhaus" auf Japanisch schreibt, weiß ich nicht; es übersteigt meine Phantasie.
Affirmativ: <Satz Vergangenheit Grundform> hou ga ii (desu).
Negativ: <Satz Verneinung Gegenwart Grundform> hou ga ii (desu).
Beispiele: Man sollte vorher nachdenken (wörtl.: man sollte seinen Kopf benutzen - Atama wo tsukatta hou ga ii.
Wir sollten mit dem Bus fahren - Basu de itta hou ga ii desu.
Wir sollten nicht mit dem Bus fahren - Basu de ikanai hou ga ii desu.
Hier eine Liste mit Beispielen:
| tamatama basabasa iyoiyo konkon sorezore hetoheto guzuguzu korokoro kochokocho gochagocha motemote gorogoro dokidoki sowasowa pekopeko perapera sorosoro dondon dandan kichikichi wazawaza bochibochi nakanaka wanwan nikoniko |
zufällig es rasselt endlich klopf klopf jeweils, von jedem ich bin k.o. trödeln etwas kleines rollt Soundeffekt beim Kitzeln Mischmasch, durcheinander bringen populär (beim anderen Geschlecht) faulenzen, etwas großes rollt herzklopfen zappelig sich verbeugen, unterwürfig sein fließend (z.B. fließend sprechen) so langsam mit ganz schnellem Tempo mit ganz langsamem Tempo im letzten Moment extra langsam, allmählich wirklich sehr wau wau lächeln |
Besonders oft hört man nakanaka.
Diese Wörter werden oft mit Katakana geschrieben.
Nicht zu dieser Liste gehören Pluralbildungen durch Wortverdoppelung, etwa wareware ("wir"), hitobito ("Leute", "Menschen"), hoshiboshi ("Sterne").
igai
"Ich mag kein japanisches Essen außer Raamen" - watashi ha raamen igai ha, Nihon no ryouri ga kirai desu.
Man kann das auch noch ein bißchen umbauen:
"Außer Raamen mag ich kein japanisches Essen" - raamen igai ha, (watashi ha) Nihon no ryouri ga kirai desu.
Bildung: <Verb-"reba"-Form> <Verb> hodo, <Hauptsatz> bzw. <i-Adjektiv-Stamm + kereba> <Adjektiv> hodo, <Hauptsatz>.
Je mehr Geld ich habe, ein desto schöneres Auto kann ich mir kaufen - Takusan Kane ga areba aru hodo, kirei na Kuruma wo kaemasu.
Je größer, desto besser - Ookikereba ookii hodo, ii desu.
Je länger die Ferien sind, desto besser - Yasumi ha nagakereba nagai hodo, ii. nagai = "lang" (zeitlich & räumlich).
Bei NA-Adjektiven verwendet man nara: Je schöner, desto ... - Kirei nara kirei na hodo, ...
yurusu
Eins der wichtigsten Wörter in Animes ist "yurusu", in aller Regel in einer Verneinungsform:
yurusenai - yurusanai
Yurusu heißt "erlauben" oder - in Animes öfter - "verzeihen". Die PL2-Verneinung davon lautet yurusanai - Ich verzeihe (es) nicht.
Die Potentialform ist yuruseru - "verzeihen können". Davon die PL2-Verneinung ist yurusenai - Ich kann (es) nicht verzeihen.
Polizei
Für diesen Begriff gibt es mehrere Wörter:
Deka - umgangssprachlich. Entspricht etwa dem amerikanischen "Cop".
Keiji - neutral
Omawari-san - neutral höflich
Satsu - "Bulle"
Porikou - "Bulle"
Keikan - neutral höflich
Kleidung anziehen und tragen
"Ich ziehe einen Pullover an". "Ich ziehe Schuhe an". Leider braucht man dafür im Japanischen 2 verschiedene "anziehen", eins für Dinge, durch die man die Arme durchsteckt (kiru) und eins für die Beine (haku). Mit der Verlaufsform kitte iru und haite iru heißt es dann "anhaben".
Allerdings gibt es noch ein drittes "anziehen" / "anhaben" / "tragen", das man z.B. für folgende Dinge benutzt:
nekutai wo suru - Krawatte anziehen. nekutai wo shite iru - Krawatte tragen. Entsprechend piasu ("Ohrring") und yubiwa ("Fingerring").
Was man oft hört
shikata nai / shou ga nai. Männer können zum Beispiel noch yo na anhängen, Frauen wa ne. Bedeutung: da kann man (halt) nichts machen.
Ii kagen ni suru, wobei das suru in einer der zahlreichen Imperativ- oder Aufforderungsformen steht:
Ii kagen ni shite (kudasai) / shiro / shinasai / ... - Jetzt reicht's aber / hört endlich auf damit!
Shigoto wo tanomu - Um einen Gefallen bitten / jemanden bitten, eine Arbeit zu erledigen.
<"te"-Form> sumimasen - Entschuldigung für ...
Beispiel: Osoku natte sumimasen - Entschuldigung, daß es so spät geworden ist (osoi - "spät" (oder "langsam"), naru - "werden".)
Erstellt am 8.9.1997. Letzte Änderung: 9.1.2002