Steins;Gate

Steins;Gate

Das Versenden von Informationen oder die persönliche Reise in die Vergangenheit führen unmittelbar zu unlösbaren Paradoxien, etwa wenn man seine eigenen Eltern tötet, bevor man geboren wurde. Da man dann nie existiert hat, kann man auch nicht in die Vergangenheit reisen. Die Eltern bleiben am Leben, man kommt auf die Welt, tötet sie, wird nie geboren usw.

Zirkelschlüsse dieser Art lassen sich allerdings umgehen, wenn man die Zeit als mehrdimensional annimmt, wie das in diesem Anime der Fall ist. Das bedeutet, es gibt mehrere, vielleicht sogar unendlich viele parallele Zeitlinien, und in der Zeit zu reisen heißt, zwischen diesen Strängen zu springen. So etwas ähnliches macht auch Okabe Rintarou, die Hauptfigur dieser Geschichte. Doch er stellt sehr schnell fest, daß das gewisse Probleme mit sich bringt. In der neuen Zeitlinie haben ganz andere Ereignisse stattgefunden, und die Menschen haben völlig andere Erinnerungen. Doch das ist noch lange nicht das größte Problem. Denn in der alternativen Hauptzeitlinie, in der er mehr oder weniger durch Zufall landet, wird in nicht allzu ferner Zukunft eine Organisation namens SERN die Weltherrschaft erlangt und eine Terror-Diktatur errichtet haben. Das sollte natürlich verhindert werden, doch dazu sind von vielen Leuten, die mit der ganzen Sache eigentlich gar nichts zu tun haben, große Oper nötig. Und als Okabe endlich aus dieser Zeitlinie wieder zurück ist, stellt er fest, daß der 3. Weltkrieg droht.

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Fazit

"Steins;Gate" ist ungewöhnlich gut gemacht, eindringlich erzählt, sehr spannend und absolut sehenswert. Die Handlung steckt voller Überraschungen, meist unangenehmer Art, und Okabe muß einiges auf sich nehmen, um die Welt (mehrfach) zu retten, was ihm am Ende aber doch gelingt. Dazu kommen sympathische, zum Teil auch recht skurrile Charaktere, eine romantische Liebesgeschichte quer durch die Zeit und ein verrückter Professor, der es, wenn es sein muß, mit der ganzen Welt und dem Schicksal aufnimmt.


Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 25


Okabe Rintarou ("Hououin Kyouma") - der selbsternannte verrückte Professor, der gerade mal 18 ist, interessiert sich für Zeitreisen und erfindet, zunächst ohne es zu wissen, eine Zeitmaschine. Damit setzt er eine Kette von Ereignissen in Gang, die alles zu verschlingen droht, was ihm lieb und teuer ist. Er muß sich einiges einfallen lassen und am Ende sogar das Schicksal austricksen, um das wieder rückgängig zu machen Okabe Rintarou ("Hououin Kyouma") Miyano Mamoru
Hashida Itaru ("Daru") - der Super-Hacker trägt diesen Namen nicht zu Unrecht. Auch wenn man es ihm nicht so schnell ansieht: er hat einiges drauf, nicht nur was Computer angeht. Er ist Labor-Mitglied 003 Hashida Itaru ("Daru") Seki Tomokazu
Makise Kurisu ("Christina") - Labor-Mitglied 004 und Okabes unfreiwillige Assistentin. Sie spielt eine zentrale Rolle in dieser Geschichte, denn sie versteht sehr viel von Zeitmaschinen. Außerdem ist sie, auch wenn man das am Anfang nicht merkt, in Okabe verknallt, und das anscheinend in jedem Zeitstrang, in dem die beiden sich begegnen Makise Kurisu ("Christina") Imai Asami
Shiina Mayuri ("Mayushi") - Okabes Kindergartenfreundin, selbsternannte Geisel, Labor-Mitglied 002 und das scheinbare kleine Dummerchen in dieser Geschichte. Eigentlich ist sie noch Schülerin, hängt aber immer bei Okabe im Labor herum, obwohl sie keine Ahnung hat, was er da eigentlich macht. Das kostet sie unzählige Male das Leben. Doch Okabe hängt sehr an Mayushi und läßt nichts unversucht, sie zu retten Shiina Mayuri ("Mayushi") Hanazawa Kana
Tennouji Yuugo ("Mr. Braun") - Okabes Vermieter führt einen Kramladen, in dem alte Fernseher und Monitore verkauft werden. Denn Mr. Braun mag alte Röhrengeräte (Braunsche Röhren). Er wirkt wie ein gemütlicher Typ, doch in einigen der Zeitlinie ist er alles andere als das Tennouji Yuugo ("Mr. Braun") Terasoma Masaki
Tennouji Nae - Mr. Brauns Tochter findet Okabe irgendwie unheimlich, versteht sich aber sehr gut mit Mayuri Tennouji Nae Yamamoto Ayano
Akiha Rumiho ("Feyris") - sie arbeitet in einem Maid-Café namens May-Queen, genau wie Mayuri. Doch in Wahrheit stammt sie aus einer superreichen Familie. In Folge 9 ernennt Okabe sie zum Labormitglied 007 Feyris Momoi Haruko
Kiryuu Moeka ("Shining Finger") - sie ist 20 Jahre alt, äußerst mysteriös und außerdem nicht ganz dicht. Sie spricht nie, wenn es sich vermeiden läßt, und schickt statt dessen lieber E-Mails. Außerdem ist sie hinter dem legendären IBN 5100 her, und eine Terroristin ist sie auch noch. Sie tötet Mayuri etliche Male und wird schließlich selbst getötet, und zwar von ihrem Boß FB Kiryuu Moeka Gotou Saori
Urushibara Ruka ("Rukako") - er sieht aus wie das ideale Mädchen, ist aber (meistens) ein Junge. Er arbeitet als Schrein-"Mädchen" im Yanabayashi-Jinja. Als Junge bewundert er Okabe, als Mädchen liebt sie ihn zwar heimlich, dafür aber geradezu glühend. In Folge 8 ernennt Okabe ihn zum Labor-Mitglied 006 Urushibara Ruka ("Rukako") Kobayashi Yuu
Amane Suzuha - sie behauptet 18 zu sein, aber da sie aus dem Jahr 2036 kommt, ist das ziemlich relativ. Sie ist eine Widerstandskämpferin gegen die Weltherrschaft von SERN und ist in die Vergangenheit gereist, um ebendiese zu verhindern. Außerdem sucht sie ihren Vater. In Folge 10 ernennt Okabe sie zum Labormitglied Nr. 008 Amane Suzuha Tamura Yukari
Professor Nakabachi - er ist ein mittelmäßiger Wissenschaftler, der sich selbst für ein Genie hält und den das Leben und vor allem die Erfolge seiner Tochter verbittert und jähzornig gemacht haben. Um den 3. Weltkrieg auszulösen ist er aber noch gut genug Professor Nakabachi Ogata Mitsuru
Akiha Yukitaka - Feyris' Vater starb von zehn Jahren, doch als Feyris eine Chance bekommt, seinen Tod ungeschehen zu machen, nutzt sie sie geistesgegenwärtig. Auch das muß Okabe wieder rückgängig machen, doch als Verrückter Professor schreckt ihn keine noch so irre Aufgabe Akiha Yukitaka Kikumoto Taira

Daten: Regie: Hamasaki Hiroshi, Sato Takuya Design: Sakai Kyuuta Erscheinungsjahr: 2011
Bewertung Animation:
Framerate: sehr gut Animationsqualität insgesamt: sehr gut Zeichenqualität: sehr gut Character-Design: passend zur surrealistischen Handlung
Bewertung sonstiges: Handlung: Zeitreisen mit unerwarteten Komplikationen Besonderheit: Katzenöhrchen, die eher nach Obelisken aussehen Musik: sehr gut
Japanische Synchronstimmen: sehr gut Fansub-Untertitel: gut Gesamt-Beurteilung: genial

Erstellt am 29.2.2012. Letzte Änderung: 23.4.2015