"Last Exile" spielt in einer dystopischen Welt, deren technologischer Stand etwa unserem späten 19. Jahrhundert entspricht. Was es dort allerdings zusätzlich gibt sind riesige Schlachtschiffe, die mittels eines nicht näher beschriebenen Prinzips fliegen können. Es gibt mehrere Reiche, die allesamt große Luftflotten unterhalten und ständig miteinander Kriege führen. Und über allem schwebt die Gilde, eine sehr gefährliche Organisation mit weit überlegener Technik, die von allen anderen gefürchtet wird. Grund für die Kriege sind seltsame ritterliche Auseinandersetzungen, in erster Linie aber der Kampf um die knappen Ressourcen, denn in der Welt von "Last Exile" ist das meiste knapp. Ganz besonders kostbar ist frisches Wasser. Regen gibt es so gut wie nie, obwohl der Himmel ständig von dichten grauen Wolken verdüstert wird. Irgendwo in diesen Wolken existiert ein gigantischer stationärer Wirbelsturm namens "Grand Stream", den zu durchfliegen akut lebensgefährlich ist. Doch der Grand Stream birgt ein Geheimnis, hinter dem sowohl die Gilde als auch die diversen Fürstentümer her sind: das sagenumwobene EXILE, das seinem Besitzer zu einer Art Allmacht verhelfen können soll.
Neben den großen Schlachtschiffen gibt es auch kleine Flugzeuge, sogenannte Vanships, mit denen Transporte und Botengänge aller Art erledigt werden. Auch Rennen werden gerne mit den Vanships geflogen, aber bedienen kann man sie wegen der umständlichen Technik nur zu zweit: der Pilot muß immer einen Navigator hinter sich sitzen haben, damit die Kiste überhaupt abhebt. "Last Exile" ist nun die Geschichte eines solchen Fliegerduos, bestehend aus Claus Valca und Lavi Head. Ihre Eltern sind vor einigen Jahren bei einem Versuch, in den Grand Stream vorzudringen, ums Leben gekommen, haben den beiden jedoch ein Vanship hinterlassen, das nun ihr ganzer Lebensinhalt (und auch Lebensunterhalt) ist. Sie verdienen sich mit Auftragsflügen ganz gutes Geld, aber sie sind auch begeisterte Luftfahrer, die das Fliegen um seiner selbst willen betreiben. Und darin haben sie eine gewisse Meisterschaft erreicht: Claus ist zwar noch ein halbes Kind, aber bereits ein weit überdurchschnittlicher Pilot, und Lavi ist eine begnadete Mechanikerin, die den alten Schrotthaufen immer wieder in die Luft bekommt.
Welche Gefahren da oben lauern, davon machen die beiden sich aber keine so rechten Vorstellungen, bis sie eines Tages in einem der Kriege zwischen die Fronten geraten. Und das ist erst der Anfang ihrer Abenteuer.
Fazit
Der große Nachteil dieses Animes ist, daß man es sich zweimal ansehen muß um überhaupt zu verstehen, um was es geht, wer welche Rolle spielt und warum wer was macht. Davon abgesehen fand ich die Geschichte recht nett, aber echte Höhepunkte hat die Handlung eigentlich nicht zu bieten. Es gibt es ein ordentliches Happy End: die Welt ist wieder grün, den Guten geht es gut und die Bösen sind alle tot. Aber was es genau mit EXILE, das diesem Anime immerhin den Namen spendiert hat, auf sich hat, wird leider auch nicht so richtig klar. Am Schluß jedenfalls entschwindet es irgendwie ins All oder so ähnlich.
Zusammenfassung der Handlung Teil 1 - 26